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Ohne FM keine OP

22.07.2009 - (idw) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg

Facility Management gewährleistet effiziente Prozessabläufe in Kliniken Ohne Facility Management (FM) ist ein störungsfreier Betrieb in Krankenhäuser überhaupt nicht mehr denkbar. Vor allem in technisch hochspezifizierten Kliniken käme es ohne FM zu Störungen an medizinischen Anlagen, die den reibungslosen Betrieb behindern und die medizinische Versorgung der Patienten stark beinträchtigen würden. Der Anspruch an die Qualifikation von Facility Managern im Klinikumfeld ist entsprechend hoch. Einen für diese Aufgaben erforderlichen "Master"-Abschluss bietet ein Studiengang der Nürnberger Ohm-Hochschule mit der Verbund IQ gGmbH.

"Gerade wegen des enormen Kostendrucks, dem die Krankenhäuser durch die Gesundheitsreform unterliegen, sind effiziente Abläufe, schonender Umgang mit Ressourcen, Sicherheit von Menschen und Anlagen und die Zufriedenheit von Kunden und Nutzern von essentieller Bedeutung", sagt Thomas Schumacher. Der 46-jährige Facility-Management-Experte ist Leiter des Geschäftsbereiches Technik, Bau und Planung beim Städtischen Klinikum in Karlsruhe, das mit 1540 Betten, 22 Kliniken und 5 Instituten Marktführer der Region ist.

Schumacher prophezeit, dass Facility Management (FM) für den Klinikbereich und das Gesundheitswesen immer wichtiger wird, weil genau dort die klassischen FM-Bereiche in komprimierter Form zu finden sind (Infrastruktur, Technik, Betriebswirtschaft/Verwaltung), die einen reibungslosen Ablauf des Klinikbetriebs im medizinischen wie auch im ökonomischen Sinn gewährleisten.

So müssen beispielsweise vitalerhaltende Geräte und technische Anlagen zu jeder Zeit zuverlässig funktionieren. Dazu gehören die unterbrechungsfreie Stromversorgung ebenso wie die medizinische Gas- und Sauerstoffversorgung im OP- und Intensivbereich. Spezielle CAFM-Systeme (Computer Aided Facility Management) helfen dabei, Informationen schnell bereitzustellen und Arbeitsprozesse oder Services zu unterstützen.
Mit diesen Systemen lässt sich auch die kaufmännische und verwaltungstechnische Administration optimal abwickeln und steuern.

Aus diesem Grund setzt auch das Klinikum Forchheim FM in seiner gesamten Bandbreite ein. "Wir wollen optimale Wirtschaftlichkeit erreichen", sagt Thomas Müller, für FM verantwortlicher Technischer Leiter im Klinikum Forchheim. So sind alle baulichen Pläne und Unterlagen erfasst, um Instandhaltungen/ Wartungen und Störungen planen und verwalten bzw. beheben sowie den Energieverbrauch detailliert messen zu können. Leitungen und Netzwerke jeglicher Art (Elektro, EDV etc.) sind dokumentiert, so dass z.B. Art und Ort eines Defekts elektronisch gemeldet und infrastrukturelle Maßnahmen schnell umgesetzt werden können.

Mit Unterstützung von FM können Beschäftigte in Kliniken und Krankenhäu-sern aber nicht nur effizienter arbeiten.
"Mit FM können die Kosten für die Bewirtschaftung des Krankenhausbetriebes reduziert werden", sagt Thomas Schumacher vom Klinikum Karlsruhe, der selbst den Masterstudiengang zum Facility Manager bei der Nürnberger Verbund IQ mit Bravour absolviert hat.
Denn mit FM lassen sich trotz der Vielfalt an Informationen und Aufgaben in einem Krankenhausbetrieb diverse Prozessschritte hervorragend koordinieren. Der unterbrechungsfreie Betrieb, die Verfügbarkeit von Daten und Informationen, das Instandhaltungsmanagement, das Flächenmanagement für Reinigung, Logistik und Hygiene sind nur einige Beispiele, die den Nutzen von FM für den Klinik-Betreiber aufzeigen.
Das Einsparpotenzial, das FM im Klinikbetrieb bieten könne, so Schumacher, liege jeweils bis zu 20 Prozent bei Betriebs- und Energiekosten sowie Beschaffung und Einkauf. Der größte Einspareffekt lasse sich aber mit bis zu 30 Prozent im Bereich des Instandhaltungsmanagements erzielen.

"FM reduziert gebäude- und servicebedingte Kosten, sichert Verfügbarkeit und geht sparsam und gezielt mit Ressourcen um", unterstreicht Dr. Elke Kuhlmann den Nutzwert von FM im Klinikbereich. Auf diese Weise, so die Geschäftsführerin der GEFMA (German Facility Management Association, Deutscher Verband für Facility Management e.V.), schaffe FM beste Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf und damit wettbewerbsfähige Arbeitsplätze. Um die anspruchsvollen und vielseitigen Tätigkeiten eines Facility Managers bekannter zu machen, hat die GEFMA die Initiative "FM - Die Möglichmacher" ins Leben gerufen. Sie zielt auch darauf ab, "dem Beruf des Facility Managers in einer breiten Öffentlichkeit mehr Anerkennung zu verleihen", sagt Dr. Kuhlmann.


Für die verschiedenen Ebenen einer FM-Organisation sind entsprechend ausgebildete Mitarbeiter nötig. Ein Abschluss als "Master of Facility Manager" wie ihn die Nürnberger Kooperation von Georg-Simon-Ohm-Hochschule und Verbund IQ anbietet, ist für die Führungsebene unabdingbar.
Weitere Informationen: http://www.verbund-iq.de
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