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Bessere Lehrer durch Bachelor und Masterstudiengänge?!

28.07.2009 - (idw) Universität Trier

Evaluationsstudie des Zentrums für Lehrerbildung der Universität Trier
zur Kompetenzentwicklung von Lehrerinnen und Lehrern gestartet Wie kann die Lehrerausbildung in den Bachelor- und Masterstudiengängen verbessert werden? Dieser Frage geht das Zentrum für Lehrerbildung der Universität Trier im Rahmen einer Längschnittstudie zur "Evaluation der Lehrerbildung in Rheinland-Pfalz" nach. Im Fokus der reformierten Lehrerbildung stehen die erhöhte Professionalisierung angehender Lehrkräfte durch eine verbesserte Ausrichtung des Studiums auf die beruflichen Anforderungen sowie die kontinuierliche Verzahnung von Theorie und Praxis. Damit sollen beide Ausbildungsbereiche frühzeitig und besser aufeinander abgestimmt werden.

Mit dem dualen Ausbildungs- und Studienkonzept strebt das Land Rheinland-Pfalz die Verbesserung der Qualität der Lehrerbildung an. Diese mehrjährige Evaluation findet im Rahmen des 2003 beschlossenen Reformkonzepts zur Lehrerausbildung und der damit verbundenen Einführung kompetenzorientierter Bachelor- und Masterstudiengänge für die Lehrämter in Rheinland-Pfalz statt.
Die vom MBWJK geförderte Longitudinalstudie "Evaluation der Lehrerbildung in Rheinland-Pfalz" untersucht dabei, inwieweit die anvisierten Reformziele erreicht werden können. Da die Reform insgesamt eine frühzeitigere und intensivere Professionalisierung intendiert, wird insbesondere die Kompetenzentwicklung der angehenden Lehrer/innen im Fokus der empirischen Forschung stehen. Darüber hinaus sollen die erhobenen empirischen Ergebnisse eine kontinuierliche Optimierung des Reformprozesses ermöglichen.

Mit Hilfe des Einsatzes verschiedener qualitativer und quantitativer Instrumente soll die Empirie auf verschiedenen Ebenen multiperspektivisch abgebildet werden. Dazu gehören etwa standardisierte Befragungen und qualitative Interviews mit Studierenden, Expertengespräche und Gruppendiskussionen mit Akteuren aus der Schullandschaft und Analysen unterschiedlicher Dokumente wie Praktikumsportfolios etc.

Alleinstellungsmerkmale der Studie in der gegenwärtigen Forschungslandschaft sind:

- Studienmodellvergleich der Lehrämter
Die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge für das Lehramtsstudium in Rheinland-Pfalz und das auslaufende Modell der Übergangsordnung bieten im Hinblick auf die Optimierung des Reformmodells einen Vergleich dieser beiden Konzepte an;
- Überfachlicher Ansatz
Die Studie umfasst alle Segmente der Lehrer(aus-)bildung: Fachwissenschaften, inkl. ihrer Didaktiken, Bildungswissenschaften und Schulpraktische Studien;
- Zeitspanne der Evaluation
Die Studienteilnehmer/innen, insbesondere ihre Kompetenzentwicklung, werden über einen Zeitraum von bis zu neun Jahren untersucht;
- Methodische Vielfalt
Im Sinne einer integrativen Sozialforschung wird in der Untersuchung die Methodologie der "Mixed Methods" Triangulation eingesetzt.

Derzeit findet die erste Befragungswelle der Kohorte statt, die nach der Übergangsordnung studiert. Schwerpunkte dieser Studieneingangsbefragung sind die Berufswahl- und Studiengangsentscheidung sowie persönliche Voraussetzungen zur Ergreifung des Lehrberufs.

Nähere Informationen zum Projekt wie etwa Forschungsfragen, Erhebungszeitpunkte, Präsentationen und Kontaktadressen stehen auf der Website des Zentrums für Lehrerbildung der Universität Trier Forschung http://www.zfl.uni-trier.de

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