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Neue Ausbildungswege für Psychotherapeuten: Spezialisierung auf Verhaltenstherapien für Kinder und Jugendliche

03.08.2009 - (idw) Goethe-Universität Frankfurt am Main

FRANKFURT. Für Psychologen, Pädagogen und Sozialpädagogen, die sich auf dem Feld der Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen spezialisieren wollen, bietet die Verhaltenstherapie-Ambulanz des Instituts für Psychologie an der Goethe-Universität ab April 2010 zwei neue Möglichkeiten an. "Damit schließen wir eine Lücke im Bereich der Ausbildung von verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Kinder- und Jugendpsychotherapeuten im Rhein-Main-Gebiet und bauen gleichzeitig unsere Angebot in der Ausbildung von Psychotherapeuten, das seit 1993 besteht, weiter aus", erläutert die wissenschaftliche Geschäftsführerin der Verhaltenstherapie-Ambulanz, Dr. Regina Steil. So können Psychotherapeuten, die bereits approbiert sind, eine Zusatzausbildung anschließen, nach der sie auch Verhaltenstherapien bei Kindern und Jugendlichen ausführen dürfen. Darüber hinaus ist ein umfassendes Ausbildungsprogramm für Kinder- und Jugendpsychotherapeuten entwickelt worden, das als Vollzeitausbildung denjenigen Therapeuten offen steht, die ein Diplom in Psychologie, Pädagogik und Sozialpädagogik vorweisen können. Ziel ist es, den TeilnehmerInnen die wissenschaftliche und praktische Qualifikation für eine psychotherapeutische Tätigkeit mit Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wie sie den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung führt zur Approbation und damit zur Erlaubnis "der Ausübung der Heilkunde".

"In der dreijährigen Ausbildung vermitteln wir Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die erforderlich sind, Störungen von Krankheitswert im Kindes- und Jugendalter eigenverantwortlich und selbständig behandeln zu können. Die praktische Tätigkeit wird in einer unserer kooperierenden Kliniken abgeleistet", so Steil. Die Teilnehmer - maximal 15 pro Kurs - beschäftigen sich mit Diagnostik, Therapie und Rehabilitation nach den wissenschaftlichen, geistigen und ethischen Grundlagen der Psychotherapie und üben die entsprechenden Methoden ein: Damit ist ein umfangreiches Lern- und Arbeitspensum verbunden: 1.800 Stunden praktische Tätigkeit, 600 Stunden theoretische Ausbildung, 600 Stunden praktische Ausbildung unter Supervision sowie Selbsterfahrung. Dabei ist es auch möglich, diese kostenpflichtige Ausbildung über einen längeren Zeitraum berufsbegleitend zu absolvieren.

"Mit der engen Anbindung an unsere wissenschaftliche Arbeit können wir gewährleisten, dass die Ausbildungsinhalte immer den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst werden", ergänzt der Leiter des Ausbildungsprogramms, Prof. Ulrich Stangier. "So beginnt zum Beispiel im Herbst ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes großes Forschungsprojekt zur Behandlung der sozialen Phobie bei Jugendlichen, bei dem wir die Wirksamkeit einer tiefenpsychologisch orientierten mit der einer verhaltenstherapeutisch orientierten Psychotherapie vergleichen werden."

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Informationen: Dr. Regina Steil, Verhaltenstherapie-Ambulanz, Institut für Psychologie, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Campus Bockenheim, Tel: (069) 798-23379; steil@psych.uni-frankfurt.de

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Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht derzeit für rund 600 Millionen Euro der schönste Campus Deutschlands. Mit über 50 seit 2000 eingeworbenen Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Uni den deutschen Spitzenplatz ein. In drei Forschungsrankings des CHE in Folge und in der Exzellenzinitiative zeigt sich die Goethe-Universität als eine der forschungsstärksten Hochschulen.


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Herausgeber: Der Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Redaktion: Ulrike Jaspers, Referentin für Wissenschaftskommunikation. Abteilung Marketing und Kommunikation, Senckenberganlage 31, 60325 Frankfurt am Main, Tel: (069) 798-23266, Fax: (069) 798-28530, jaspers@pvw.uni-frankfurt.de
Weitere Informationen: http://www.kjpt.uni-frankfurt.de (Details zum Ausbildungskonzept)
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