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Spracherkennung in "Second Life" integriert

25.08.2009 - (idw) Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Wie einfach Sprachdialoge in beliebige Anwendungen integriert werden können, zeigt das Fraunhofer IPA in "Second Life". Die Programmierschnittstelle Fraunhofer Voice Control API wird wie ein Webservice angesprochen und überträgt dann die Kontrolle über das Sprachdialogsystem an das Anwendungsprogramm. Zum seinem 50. Jubiläum präsentierte das Fraunhofer-Institut für Produktions­technik und Automatisierung IPA die Fabriksimulation "factory of eMotion" in der virtuellen Welt Second Life. In der dreidimensionalen Umgebung können sich mehrere Benutzer gleichzeitig aufhalten, um etwa logistische Fragestellungen gemeinsam zu erörtern oder Fortbildungen durchzuführen. Die Herausforde­rung lag vor allem darin, die Steuerungslogik für die Produktion abzubilden - also dem System beizubringen, ein Bauteil auf Maschine A zu produzieren, zu Maschine B zu transportieren und dort zu montieren.

Den Forschern vom Fraunhofer IPA ging das noch nicht weit genug. Sie integ­rierten ein Sprachdialogsystem, das es erlaubt, mit Objekten in Second Life über ein Telefon zu interagieren. So servieren Serviceroboter auf der Dachterrasse der "factory of eMotion" Getränke - bestellt wird per Telefon. Ein anderes Ex­ponat, der Montagestuhl, demonstriert spielerisch die Möglichkeiten zur Sprach­steue­rung von Industriemaschinen. Dabei setzt sich der Benutzer auf den Mon­tage­stuhl und wählt eine eingeblendete Telefonnummer. Anschließend kann er den Stuhl per Sprache steuern und so Aktionen auslösen. "Wir wollten damit zeigen, wie einfach und schnell Spracherkennung heutzutage in bestehende An­wen­dun­gen integriert werden kann", sagt Daniel Wimpff, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IPA. "Die Entwicklung der Demonstratoren beanspruchte nur wenige Tage."

Die einfache Integration von Sprachdialogen in beliebige Applikationen wird haupt­sächlich durch die Fraunhofer Voice Control API ermöglicht. Diese Programmierschnittstelle wird wie ein Webservice angesprochen und überträgt die Kontrolle über das Sprachdialogsystem an das Anwendungsprogramm - in diesem Fall an Second Life.

Die virtuelle Fabrikwelt ist öffentlich, sodass sich jedermann nach Installation der kostenlosen Client-Software darin umschauen kann. Für die Exponate mit Spracherkennung ist jeweils eine Telefonnummer zum Festnetztarif erreichbar.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Staatl. gepr. Inform. Daniel Wimpff
Telefon +49 711 970-1971 I E-Mail daniel.wimpff@ipa.fraunhofer.de
Weitere Informationen: http://voice.fraunhofer.de
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