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Stiftungsrechts-Experte geehrt

26.08.2009 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Akademischer Festakt am 28. August für Prof. Dr. Olaf Werner an der Universität Jena Jena (26.08.09) Sport, Kultur, Wissenschaft - ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung kämen heute viele öffentliche Bereiche nicht über die Runden. Mit gezielter Förderung - etwa durch die Einrichtung einer gemeinnützigen Stiftung - bietet sich für engagierte Menschen die Möglichkeit, sich langfristig für das Wohl des Gemeinwesens einzusetzen. Auch in Deutschland wird der Stiftungsgedanke immer populärer. Rund 190 rechtsfähige privatrechtliche Stiftungen gibt es derzeit in Thüringen. Tendenz steigend.

Am Freitag (28. August) ehrt die Friedrich-Schiller-Universität Jena mit Prof. Dr. Olaf Werner einen Wissenschaftler, der sich in besonderer Weise um das Stiftungswesen verdient gemacht hat und dessen Schaffen weit über Thüringen hinaus ausstrahlt. Aus Anlass seines 70. Geburtstages werden Freunde, Schüler und Kollegen des Jenaer Rechtswissenschaftlers die ihm gewidmete umfangreiche Festschrift "Gründen und Stiften" überreichen. Zum akademischen Festakt um 16 Uhr in der Aula der Jenaer Universität (Fürstengraben 1) wird Prominenz aus fast allen gesellschaftlichen Bereichen erwartet. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Das zentrale Motiv des wissenschaftlichen Werkes von Prof. Werner war stets das Prinzip der Privatautonomie, nach dem jeder Mensch frei seinen Willen bilden und nach diesem handeln kann. "Die Rechtsform, in der die Privatautonomie in besonderer Weise zum Ausdruck kommt, ist die ,Stiftung bürgerlichen Rechts'", sagt Prof. Dr. Heiner Alwart. "Ohne die Bereitschaft Olaf Werners, nach der politischen Wende bei uns Verantwortung zu übernehmen, und ohne sein vorbildliches Engagement wären wir nicht auf einen Erfolgskurs gelangt, der keinen Vergleich zu scheuen braucht", begründet der Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Jena die Auszeichnung für seinen Fachkollegen.

Prof. Werner, der bis 2004 den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht der Friedrich-Schiller-Universität innehatte, ist bis heute ehrenamtlich als Geschäftsführender Direktor des Ernst-Abbe-Instituts für Stiftungswesen tätig. Dieses seit 2005 bestehende An-Institut ist eine Kooperation der Universität und der Ernst-Abbe-Stiftung und in seiner interdisziplinären Ausrichtung einzigartig in Deutschland. Das Ernst-Abbe-Institut richtet den "Thüringer Stiftungstag" aus, gibt eine Zeitschrift zum Stiftungswesen heraus und ist gefragter Ansprechpartner für Stifter und Stiftungen aus ganz Deutschland. Dies sei in erster Linie das Verdienst von Prof. Werner, macht Dekan Alwart deutlich.

Olaf Werner hat sich nach Studium, Promotion und Referendariat in Köln an der Universität Göttingen habilitiert. Es folgten Lehrtätigkeiten als ordentlicher Professor an den Universitäten Münster und Marburg. Nach dem Ende der DDR hat Olaf Werner die Vorlesungstätigkeit an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena aufgenommen, bevor er als Gründungsdekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät ganz nach Jena übersiedelte. Bis heute berät er die Thüringer Landespolitik in Stiftungsangelegenheiten und hält Vorlesungen und Seminare zum Thema Stiftungsrecht.

Kontakt:
Prof. Dr. Heiner Alwart
Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Jena
Carl-Zeiß-Straße 3
07743 Jena
Tel.: 03641 / 942000 oder 03641 / 942300
E-Mail: dekan[at]recht.uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de
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