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Entscheidungen über Liegenschaften an zwei der drei neuen Fachhochschulen stehen fest

26.08.2009 - (idw) Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW

FH Hamm-Lippstadt und FH Rhein-Waal können Bauplanung beginnen Das Innovationsministerium hat entschieden, auf welchen Liegenschaften die zwei neuen Fachhochschulen Hamm-Lippstadt und Rhein-Waal (Kleve und Kamp-Lintfort) errichtet werden. Das Land rechnet für diese beiden Hochschulen mit Baukosten in Höhe von 390 Millionen Euro. Für die dritte neue Fachhochschule, der Hochschule Ruhr-West mit den Standorten Bottrop und Mülheim, dauern die Prüfungen der zur Auswahl stehenden Liegenschaften noch an. Eine Entscheidung wird für September erwartet.

Neben der Wirtschaftlichkeit des Grundstückerwerbs waren maßgeblich für die Auswahl der Liegenschaften deren Bewertungen durch die Beteiligten vor Ort. Städte und Kommunen, eventuelle weitere Antragsteller, die Hochschulleitungen und der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes (BLB) hatten die zur Auswahl stehenden Liegenschaften anhand eines Kriterienkatalogs bewertet. Der Katalog, der von einer Expertenjury unter Vorsitz des ehemaligen Staatssekretärs Fritz Schaumann entwickelt worden war, bestand aus fünf unterschiedlich gewichteten Kriterien: Qualitative Bewertung der Liegenschaft, Wirtschaftlichkeit der Grundstücknutzung und des Betriebs, Einbindung in das kommunale Umfeld, Funktionalität der Hochschule sowie Kooperation mit Wirtschaft und Forschung. Jede Liegenschaft war in jeder Kategorie auf der Skala eins bis zehn zu benoten.

Die Gebäude der Hochschule Hamm-Lippstadt werden in Hamm auf dem Gelände des ehemaligen Bundeswehrkrankenhauses und in Lippstadt auf dem sogenannten "Himmelreich" an der Rixbecker Straße entstehen. Die Hochschule Rhein-Waal wird in Kleve im Hafen-Bereich und in Kamp-Lintfort auf dem sogenannten "ABC-Gelände" angesiedelt. Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart sagte: "Mit den Entscheidungen über die konkreten Grundstücke geht der Fachhochschulausbau in eine nächste entscheidende Phase. Sobald die Bauplanungen und die erforderlichen Genehmigungen vorliegen, kann mit den Bauarbeiten begonnen werden. Ich rechne damit, dass noch in diesem Jahr die Bagger anrollen".

An allen sechs Standorten der drei neuen Fachhochschulen sind Interimslösungen für die Unterbringung gefunden, so dass der Studienbetrieb pünktlich zum Beginn der Vorlesungszeit am 21. September starten kann. Bereits zum Bewerbungsstichtag 15. Juli lag für die 290 Studienplätze, die die neuen Hochschulen zum Wintersemester anbieten, eine erheblich höhere Zahl an Bewerbungen vor. Die Hochschulleitungen haben in Aussicht gestellt, allen geeigneten Bewerbern einen Studienplatz anzubieten.

Insgesamt sollen im Endausbau an den drei neuen Fachhochschulen 7.500 zusätzliche Studienplätze entstehen. Außerdem werden acht bestehende Fachhochschulen um insgesamt weitere 2.500 Plätze ausgebaut. Mit der neuen FH für Gesundheitsberufe im Rahmen des Gesundheitscampus Bochum als vierter neuen Fachhochschule schafft die Landesregierung in den kommenden Jahren insgesamt 11.000 neue Studienplätze im Fachhochschulbereich. Für den Gesamtausbau der Fachhochschullandschaft stellt das Land bis 2020 zusätzliche Mittel in Höhe von 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung.
Weitere Informationen: http://www.innovation.nrw.de
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