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Wissenschaft anwenden: Klimainformationen aus Servicecentern

27.08.2009 - (idw) Universität Hamburg

Der KlimaCampus und die dritte World Climate Conference verfolgen dasselbe Ziel: Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in praktische Informationen für den "Endverbraucher" umzuwandeln. Die aktuelle Konferenz soll die Entwicklung von Klima-Servicecentern vorantreiben. Auf der dritten World Climate Conference (WCC 3), die vom 31. August bis 3. September in Genf stattfindet, wollen Forscher und Politiker gemeinsam die Entwicklung von Klima-Servicecentern maßgeblich voranbringen. Über diese Plattformen sollen wissenschaftliche Erkenntnisse und Prognosen gezielt in verbraucherfreundliche Information umgesetzt werden. "Genau dies ist ein wichtiges Leitbild des Hamburger Exzellenzclusters: handfeste Daten und Vorhersagen herauszugeben, mit denen Entscheidungsträger direkt etwas anfangen können", so Detlef Stammer, Professor für Ozeanografie und stellvertretender Sprecher des KlimaCampus.

Für den KlimaCampus hat die World Climate Conference genauso hohen Stellenwert wie der im Dezember anstehende Klimagipfel in Kopenhagen. Jochem Marotzke, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie am KlimaCampus, wird deshalb ab dem 31. August in Genf vor Ort sein. Detlef Stammer ist Coautor eines Vortrags, der eine aktuelle Einschätzung liefert, wie globale Ozeandaten in Klimaservices integriert werden können.

Die von der World Meteorological Organisation (WMO) organisierte und von den UN unterstützte Konferenz wird Wissenschaftler und hochrangige Politiker, Ökonomen und Entscheidungsträger zusammenbringen um die aktuellen Erfordernisse für Serviceplattformen zu erörtern und deren Kernkompetenzen auszuloten. Nutzen sollen das praxisorientierte Wissen dann zum Beispiel Lokalpolitiker, Unternehmer oder Handwerker, um klimabezogene Risiken für ihren Bereich realistisch abzuschätzen.

"In einigen Jahren könnte sich ein Netz von Servicecentern für Klimafragen rund um die Welt ziehen", sagt Detlef Stammer. Typische Fragen an die Center wären zum Beispiel: Wie sieht die Trinkwasserversorgung in 20 Jahren aus? Investieren Unternehmer besser in Windparks oder Solaranlagen? Worauf muss ich als Architekt achten, wenn das Klima in meiner Stadt deutlich heißer wird? Martin Claußen, Sprecher des KlimaCampus, betont: "Exzellente Klimaforschung ist das eine - sie aber sinnvoll zu übersetzen, ist mindestens genau so wichtig. In Hamburg wurde daher vor wenigen Wochen das Climate Service Centre (CSC) gegründet."

Für Rückfragen:

Prof. Dr. Detlef Stammer
KlimaCampus
Institut für Meereskunde, Universität Hamburg
Tel: 42838 - 5052
E-Mail: detlef.stammer@zmaw.de

Susan Beddig
KlimaCampus, Öffentlichkeitsarbeit
Universität Hamburg
Tel: 42838 - 4237
E-Mail: susan.beddig@zmaw.de

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