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Forschen für die soziale Stadt: RUB und Stadt Mülheim unterzeichnen Kooperationsvertrag

27.08.2009 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Ihre langjährige gute Zusammenarbeit in der sozialen Stadtentwicklung und lokalen Familienpolitik haben die Ruhr-Universität Bochum und die Stadt Mülheim an der Ruhr heute vertraglich gefestigt: Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Rektor Prof. Elmar Weiler unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung, von der sowohl die universitäre Forschung und Lehre als auch die kommunale politische Praxis profitieren. Die RUB bekommt damit langfristig Zugang zu kommunalen Informationen und Daten und berät zugleich die Stadt Mülheim bei der Umsetzung und Nutzung der Forschungsergebnisse. Bochum, 27.08.2009
Nr. 273

Forschen für die soziale Stadt
RUB und Stadt Mülheim unterzeichnen Kooperationsvertrag
Gute Zusammenarbeit in der sozialen Stadtentwicklung

Ihre langjährige gute Zusammenarbeit in der sozialen Stadtentwicklung und lokalen Familienpolitik haben die Ruhr-Universität Bochum und die Stadt Mülheim an der Ruhr heute vertraglich gefestigt: Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Rektor Prof. Elmar Weiler unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung, von der sowohl die universitäre Forschung und Lehre als auch die kommunale politische Praxis profitieren. Das Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) der RUB bekommt damit langfristig Zugang zu kommunalen Informationen und Daten und berät zugleich die Stadt Mülheim bei der Umsetzung und Nutzung der Forschungsergebnisse.

Schwerpunkt: frühkindliche Förderung

Erfolgreich kooperieren die Partner bereits in der integrierten sozialen Stadtentwicklung sowie in der kommunalen Sozial-, Arbeitsmarkt-, Bildungs- Gesundheits- und Familienpolitik. Unter dem Motto "Forschen für die soziale Stadt" werden sie die Zusammenarbeit auf diesen Gebieten ausbauen und gemeinsam weitere Arbeitsfelder erschließen. "Im Zentrum steht zunächst die Förderung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere die frühkindliche Förderung", so Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier, geschäftsführender Leiter des ZEFIR. Ziel der Kooperation ist unter anderem, die systematische Analyse des demographischen und sozialen Wandels weiter zu verbessern, den Zugang der Hochschule zu kommunalen Politikfeldern und Daten, aber auch den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis zu optimieren.

Konkrete Beispiele aus der Praxis

Die seit Jahren enge Zusammenarbeit zwischen ZEFIR und der Stadt trägt bereits Früchte: So wurden zum Beispiel die vorsorgenden Untersuchungen für Kindergartenkinder und Schulanfänger ausgewertet und erweitert. Dabei zeigten sich enorme soziale und räumliche Unterschiede im Stadtgebiet. Die Ergebnisse dienen der Stadt dazu, Kinder wesentlich gezielter und früher zu fördern. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung hat ZEFIR ein interaktives Informationssystem für die Bürger und die Verwaltung entwickelt, das Transparenz über Lebenslagen und Lebensformen in der Stadt ermöglicht. Das System ist in seiner Art einmalig in Deutschland. Zudem haben Bochumer Forscher gemeinsam mit der Stadt den ersten "Familienbericht" erarbeitet. Er beschreibt detailliert die Lebenssituation von Familien in Mülheim an der Ruhr. Der Bericht ist eine zentrale Arbeitsgrundlage für Politik und Verwaltung, die es ermöglicht, bestehende familienpolitische Aktivitäten auf ihre "Passgenauigkeit" hin zu überprüfen und neue Wege in der kommunalen Familien- und Sozialpolitik zu gehen.

Lehre, Weiterbildung, Tagungen

Mit der heute geschlossenen Vereinbarung knüpfen die Partner an diese Ergebnisse an und weiten ihre Zusammenarbeit zugleich aus. So soll auch die universitäre Lehre durch den verstärkten regionalen Bezug profitieren, das kommunale Berichtswesen und EDV-gestützte Informationssysteme werden weiterentwickelt. Die Partner unterstützen sich gegenseitig bei Tagungen und Weiterbildungen, geben Publikationen heraus und wollen langfristig auch Mittel für praxisorientierte Forschungsprojekte akquirieren.


Weitere Informationen

Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier, Volker Kersting, ZEFIR - Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung der RUB, Tel. 0234/32-28056, E-Mail: volker.kersting@rub.de

Internet: http://www.rub.de/zefir

Redaktion: Jens Wylkop

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