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Rachel: "Dienstleistung und Technologie zusammen denken"

02.09.2009 - (idw) Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Staatssekretär eröffnet 12. Aachener Dienstleistungsforum

Mit Technologie lässt sich viel Geld verdienen - mit den dazu gehörenden Dienstleistungen meistens noch viel mehr. So machen Dienstleistungen in Deutschland rund 70 Prozent der Bruttowertschöpfung aus. "Wir wollen deshalb Dienstleistungen und neue Technologien bereits in der Forschungsförderung miteinander verknüpfen", sagte Thomas Rachel (MdB), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), als er das 12. Aachener Dienstleistungsforum eröffnete. "Denken Sie nur an das Internet und die entsprechenden Geschäftsmodelle und Dienstleistungen." Die ganzheitliche Sicht von Technologien und Dienstleistungen führt nach den Worten des Staatssekretärs zu neuen Lösungswegen für gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen wie Klimawandel, Gesundheitsversorgung und demographische Entwicklung. "Es geht mir auch um einen grundlegenden Mentalitätswandel: Wir müssen Technologie und Dienstleistung zusammen denken."

Woher das Wachstum kommt: Die Hightech-Strategie

Staatssekretär Rachel stellte in Aachen den Aktionsplan Dienstleistung 2020 (DL 2020) des BMBF vor. Ausgewählte Förderinitiativen schließen außer der technologischen oder fachlichen Forschung und Entwicklung nun zugleich auch Innovationen mit Dienstleistungen in die Förderung mit ein. Rachel: "Bei der Technikentwicklung - zum Beispiel von Hilfsmitteln für ältere Menschen - wird die konkrete Anwendung bei Pflege und Betreuung der Menschen direkt mit erforscht und erprobt."

Fragen wie die Nutzerfreundlichkeit neuer technischer Systeme, der Aufbau von Dienstleistungsinfrastrukturen für den erfolgreichen Einsatz der Technologie sowie ihre Bezahlbarkeit werden auf diesem Weg frühzeitig berücksichtigt. Das beschleunigt den Markteintritt und eröffnet nicht nur neue Lösungswege, sondern ermöglicht auch Vorteile im internationalen Wettbewerb. "Deutschland hat alle Chancen, um mit Innovationen sogar gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Hierfür gilt es, jetzt die Weichen zu stellen. Dienstleistungen kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu", ergänzte Staatssekretär Rachel.

Der Aktionsplan DL 2020 ergänzt das Programm "Innovationen mit Dienstleistungen", über das mit rund 70 Millionen Euro bis 2011 Themen der Dienstleistungsforschung gefördert werden. Die Erkenntnisse aus der Forschung zur systematischen Entwicklung von Dienstleistungen, der Standardisierung, Individualisierung, oder auch der Produktivität werden über den Aktionsplan DL 2020 auch in Fördermaßnahmen anderer Forschungsfelder einfließen. "Es geht darum, die vorhandene Expertise zu Innovationen mit Dienstleistungen für neue Innovationsschübe und neue Lösungswege bei gesellschaftlichen Herausforderungen zu nutzen" sagt Staatssekretär Rachel.

Der Aktionsplan ist Teil der Hightech-Strategie der Bunderegierung. Erste Initiativen im Dienstleistungsbereich sind gestartet: die Wettbewerbe "Energieeffiziente Stadt" und "Gesundheitsregionen der Zukunft" sowie die Förderrichtlinien zu "Technologie und Dienstleistung im demographischen Wandel" und zu technischen Unterstützungssystemen für ein selbständiges Leben im Alter (AAL).

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