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Sein Name steht für Kompetenz in der Abfallwirtschaft

02.09.2009 - (idw) Fachhochschule Münster

Präsidentin der FH Münster verabschiedet Prof. Dr. Bernhard Gallenkemper in den Ruhestand Seinen Namen nennen Kenner der Szene in einem Atemzug mit dem Thema Abfallwirtschaft. Er gilt landauf, landab als der Experte auf diesem Gebiet. Nun geht Prof. Dr. Bernhard Gallenkemper in den Ruhestand. Die Präsidentin der Fachhochschule Münster, Prof. Dr. Ute von Lojewski, würdigte bei der Verabschiedung das herausragende Engagement und die Verdienste des Hochschullehrers, der über 25 Jahre am Fachbereich Bauingenieurwesen lehrte.

Den Grundstein für seine Karriere legt Gallenkemper 1977 mit seiner Promotion bei Prof. Dr. Heiko Doedens an der Technischen Universität Hannover. In seiner sehr praxisnahen Datenerhebung untersucht er den Einsatz verschiedener Behältersysteme bei der Müllabfuhr und leistete damit einen wesentlichen Beitrag für die weitere Entwicklung der getrennten Erfassung von Abfällen.

Nach seiner Tätigkeit beim Ruhrverband in Essen, bei dem er zuletzt Leiter "Abwassertechnische Zentralabteilung" ist, erhält Gallenkemper 1980 einen Ruf an die FH Münster. Sein Lehrgebiet ist die Abfall- und Siedlungswasserwirtschaft. Auf sein Engagement geht die Einrichtung gleich zwei neuer Studiengänge maßgeblich zurück: 1985 "Wasser- und Abfallwirtschaft" im Fachbereich Bauingenieurwesen und 2005 die Vorbereitung des internetbasierten Studienganges "Internationales Infrastrukturmanagement".

Ein wichtiger Eckpfeiler seiner wissenschaftlichen Karriere ist die Gründung des Labors für Abfallwirtschaft, Siedlungswasserwirtschaft und Umweltchemie (LASU). Über 100 Mitarbeiter durchlaufen nach und nach diese Einrichtung an der Hochschule und bekleiden heute zahlreiche Führungspositionen in ganz Deutschland, darunter zwei als Hochschulprofessoren. Gallenkemper betreut - eine Besonderheit an Fachhochschulen - insgesamt sieben Promotionsverfahren von Mitarbeitern in Verbindung mit verschiedenen Universitäten.

Allein der von Gallenkemper verantwortete Abfallbereich wirbt bis 2005 Drittmittel in Höhe von acht Millionen Euro ein. Aus der Keimzelle LASU ist schließlich das Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management (INFA) in Ahlen hervorgegangen, in dem einschließlich der verbundenen Institute heute über 40 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Stets auf dem aktuellen Stand der Entwicklungen bleibt Galenkemper durch seine umfangreiche Mitwirkung in verschiedenen Fachgremien und durch die Münsteraner Abfallwirtschaftstage, die er 1989 ins Leben ruft und seitdem elfmal organisiert hat. Eines seiner wichtigsten Werke in seiner umfassenden Vortrags- und Veröffentlichungstätigkeit ist die 23 Bände umfassende Reihe "Münsteraner Schriften zur Abfallwirtschaft".

Privat engagiert sich Gallenkemper in seiner Heimatgemeinde Enniger im Kirchenvorstand und als Vorsitzender des Radwegvereins Enniger-Buddenbaum. Dessen Ziel ist es, in Eigeninitiative und mit Hilfe von Sach- und Geldspenden beide Orte durch einen Radweg miteinander zu verbinden.

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