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Abschied vom Aktenberg: Der EDV-Gerichtstag in Saarbrücken

03.09.2009 - (idw) Universität des Saarlandes

In Gerichten und Anwaltskanzleien wandern täglich riesige Papierstapel mit Akten von einem Schreibtisch zum nächsten. Rechtliche Probleme vielfältiger Art verhindern bisher, dass sie nicht längst als elektronische Akten per Internet verschickt werden: Wer darf auf die Akten zugreifen? Ersetzt die elektronische Signatur eine Unterschrift auf Papier? Ist ein gescanntes Dokument rechtsverbindlich? Antworten auf diese Fragen geben rund 600 Juristen und IT-Experten, die aus ganz Europa nach Saarbrücken reisen. Vom 23. bis 25. September findet auf dem Uni-Campus der Deutsche 18. EDV-Gerichtstag 2009 statt. Die internationale Konferenz wird von den beiden Saarbrücker Professoren und Rechtsinformatikern Maximilian Herberger und Helmut Rüßmann organisiert. Auf einer begleitenden Messe präsentieren Unternehmen Anwendungen für die Justiz und Anwaltskanzleien. Im Mittelpunkt des EDV-Gerichtstages steht die elektronische Akte bei Gerichten, Staatsanwaltschaften und in der Anwaltschaft. In verschiedenen Diskussionsforen wird es aber auch um die Technik und rechtlichen Aspekte der heimlichen Online-Durchsuchung gehen sowie um das hochaktuelle Thema Datenschutz in Unternehmen.

Die Europäische EDV-Akademie des Rechts (EEAR) in Merzig zeigt außerdem die rechtlichen Hürden beim ersetzenden Scannen von Dokumenten auf. Darüber hinaus präsentieren sich verschiedene freie juristische Internetprojekte. Prof. Dr. Maximilian Herberger wird außerdem eine Podiumsdiskussion zum Thema "Rechtliche Rahmenbedingungen für die Zentralisierung der IT in der Justiz" moderieren. An der Expertenrunde werden die Justizministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Roswitha Müller-Piepenkötter, Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus, Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik, Prof. Dr. Uwe-Dietmar Berlit vom Bundesverwaltungsgericht, Prof. Dr. Dirk Heckmann vom Institut für IT-Sicherheit und Sicherheitsrecht der Universität Passau, Dr. Ulrich Herrmann, Richter am Bundesgerichtshof sowie Jeannot Nies, Avocat Général des Justizministeriums Luxemburgs teilnehmen.

Diesjähriges Gastland des EDV-Gerichtstages ist Luxemburg. In einem eigenen Arbeitskreis geht es hier unter anderem um die Entwicklungen der IT hinsichtlich des elektronischen Rechtsverkehrs und der Einführung von "eGovernment".

Auf der begleitenden Firmenausstellung wird eine umfassende Palette von IT-Lösungen für die Justiz, spezielle Anwaltssoftware, allgemeine juristische Programme, elektronische Datenbanken, Sicherheitssoftware und Literatur angeboten. Wie jedes Jahr wird außerdem gemeinsam mit der juris GmbH der Dieter-Meurer-Förderpreis für eine herausragende innovative Arbeit auf dem Gebiet der Rechtsinformatik verliehen. Preisträger ist Herr Dr. Hughes-Jehan Vibert für die Entwicklung der Internetplattform jurispedia.org.

Anfragen und Anmeldungen:
an den Deutschen EDV-Gerichtstag e.V.
Lehrstuhl Prof. Dr. Maximilian Herberger,
Universität Saarbrücken, Gebäude A 5.4,
66123 Saarbrücken, Tel. (0681) 302-5511, Fax (0681) 302-2591,
E-Mail edvgt@jura.uni-sb.de
Internet: www.edvgt.de
Weitere Informationen: http://www.edvgt.de
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