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Zur IFA: EcoTopTen veröffentlicht aktuelle Marktübersichten

04.09.2009 - (idw) Öko-Institut e. V. - Institut für angewandte Ökologie

Neue Geschirrspüler sparen Wasser und Strom / Kaufempfehlungen für Computer und Drucker

Pünktlich zum heutigen Beginn der Internationalen Funkausstellung in Berlin hat die Verbraucher-Informationskampagne EcoTopTen einen Teil ihrer Angebote aktualisiert. So haben die WissenschaftlerInnen aus dem Öko-Institut neue Marktübersichten für Geschirrspülmaschinen veröffentlicht. Zudem sind die Kaufempfehlungen für Computer und Drucker neu aufgelegt.

Die Übersichten finden Sie hier:
http://www.ecotopten.de/prod_spuelen_prod.php
http://www.ecotopten.de/prod_computer_prod.php
http://www.ecotopten.de/prod_drucker_prod.php

Geschirrspüler: Der Spitzenreiter benötigt nur noch sieben Liter Wasser

Erfreuliche Nachrichten gibt es bei den Geschirrspülmaschinen: So listet die aktuelle Marktübersicht 113 Geräte auf, die aus Umweltsicht zu empfehlen sind, eine gute Qualität und einen angemessenen Preis haben. Alle tragen die Auszeichnung AAA für höchste Energieeffizienz, beste Reinigungs- und Trockenleistung. Dabei zeigt sich, dass die Geschirrspüler im Vergleich zum Vorjahr noch einmal einen Liter Wasser pro Spülgang einsparen und nur noch maximal 13 Liter (60 Zentimeter breite Geräte) oder zwölf Liter (45 Zentimeter breite Geräte) verbrauchen, der Durchschnitt der Geräte liegt bei knapp elf Litern. Der Spitzenreiter in der EcoTopTen-Übersicht kommt sogar mit sieben Litern Wasser pro Spülgang aus.

Auch der Energieverbrauch ist bei den meisten Maschinen der Marktübersicht noch einmal zurück gegangen, so dass viele Geschirrspüler bereits weniger als eine Kilowattstunde Strom pro Spülgang benötigen. Tendenz weiter sinkend. Der Geräuschpegel liegt bei vielen Maschinen mittlerweile sogar schon unter 46 Dezibel. Gute Qualität hat jedoch ihren Preis, weshalb die EcoTopTen-Geräte mehr kosten als die marktüblichen Geschirrspüler. "Aber die jährlichen Gesamtkosten liegen dabei in der gleichen Größenordnung", sagt Dr. Dietlinde Quack, Wissenschaftlerin im Öko-Institut. Übrigens: Das Spülen mit der Maschine ist heutzutage in der Regel kostengünstiger und umweltfreundlicher als von Hand.

Computer: Überdimensionierte Komponenten ziehen viel Strom

Weil der IT-Markt so schnelllebig ist, empfiehlt EcoTopTen bei Computern und Druckern keine konkreten Produkte. Stattdessen haben die WissenschaftlerInnen eine Übersicht zusammen gestellt, mit der VerbraucherInnen auch langfristig ein energieeffizientes und für sie geeignetes Gerät finden können.

"Leider gibt es im Privatbereich nur wenige Computer, die mit Umweltlabeln gekennzeichnet sind", sagt IT-Experte Andreas Manhart aus dem Öko-Institut. Sein EcoTopTen-Tipp: "Suchen Sie Ihren Computer nach Ihrer individuellen Nutzung aus und sparen Sie so Geld und Energie. Für die üblichen PC-Anwendungen sind die angepriesenen Komponenten oftmals überdimensioniert und verbrauchen damit unnötig Strom. Das gilt besonders für Prozessor, Grafikkarte und Netzteil. Als Nutzer einfacher Anwendungen sollten Sie den Kauf eines Netbooks oder eines kompakten Desktop-PCs in Betracht ziehen, da diese deutlich energiesparender und kostengünstiger sind als ihre großen Geschwister."

Drucker: Sparsamer Umgang mit Papier, Toner und Tinte schont die Umwelt und den Geldbeutel

Bei Tintenstrahldruckern wird durch zu frühes Wechseln der Patronen zwischen 20 und 40 Prozent der Druckertinte verschwendet. "Trotz der Meldung 'Patrone leer, bitte wechseln' lassen sich oft noch etliche Seiten ausdrucken. Deshalb sollte der Nutzer die Patronen nur dann wechseln, wenn der Ausdruck tatsächlich an Qualität verliert", sagt Siddharth Prakash, Wissenschaftler im Öko-Institut. "Entscheidend für die Umweltbilanz eines Druckers ist auch der Papierverbrauch. Denn er macht rund 90 Prozent der Umweltauswirkungen aus, der Energieverbrauch nur zehn Prozent", so Siddharth Prakash. Wie sich Papier-, Energie- und Tintenverbrauch beim Drucken verringern lassen, beschreiben die Kaufempfehlungen.

EcoTopTen ist eine groß angelegte Kampagne für nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen im Massenmarkt, die das Öko-Institut initiiert hat. In regelmäßigen Abständen empfehlen die WissenschaftlerInnen eine Auswahl an hochwertigen, so genannten EcoTopTen-Produkten, die ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis haben und aus Umweltsicht allesamt Spitzenprodukte sind. Typische Produkte, die die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen, werden zum Vergleich vorgestellt. Damit können EcoTopTen-Marktübersichten die Kaufentscheidung für rundum gute Produkte erleichtern. Sie finden sie im Internet auf http://www.ecotopten.de unter der Rubrik "Produktempfehlungen". Bis Ende 2010 folgen insgesamt 20 aktuelle Marktübersichten, die nächste zu Kühl- und Gefriergeräten.

Das EcoTopTen-Forschungsprojekt wurde bis März 2007 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, die EcoTopTen-Kampagne vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Stiftung Zukunftserbe. Seit Oktober 2007 wird EcoTopTen von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt im Rahmen des Kampagnenbündnisses energieeffizienz - jetzt! gefördert. Medienpartner ist das Monatsmagazin "natur&kosmos". Wollen Sie regelmäßig über EcoTopTen informiert werden? Abonnieren Sie den EcoTopTen-Newsletter und senden Sie eine E-Mail an anmeldung@ecotopten.de.

AnsprechpartnerInnen:

Projektleiterin Dr. Dietlinde Quack, Öko-Institut e.V., Institutsbereich Produkte & Stoffströme, Telefon 0761/452 95-48, E-Mail: d.quack(a)oeko.de

Andreas Manhart (Computer), Öko-Institut e.V., Institutsbereich Produkte & Stoffströme, Telefon 089/125 90 077, a.manhart(a)oeko.de

Siddharth Prakash (Drucker), Öko-Institut e.V., Institutsbereich Produkte & Stoffströme, Telefon 0761/452 95-44, s.prakash(at)oeko.de


Das Öko-Institut ist eines der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitute für eine nachhaltige Zukunft. Seit der Gründung im Jahr 1977 erarbeitet das Institut Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann. Das Institut ist an den Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin vertreten.

Interesse, Mitglied zu werden? Mehr unter http://www.oeko.de/mitmachen

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