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Klassik und Oper sind unverzichtbar

07.09.2009 - (idw) Bertelsmann Stiftung

Umfrage der Bertelsmann Stiftung - Die Mehrheit der Deutschen hält Klassik und Oper für wichtiges Kulturgut - Stiftungen sollen fördern Gütersloh, 7. September 2009. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung halten die Förderung von Klassik und Oper für eine wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft. Dabei sehen sie vor allem Stiftungen, private Gönner und Mäzene in der Pflicht. Der besonderen Unterstützung von musi­kalischen Fähigkeiten bereits im Kindesalter messen sie eine große Bedeutung bei. Das zeigt eine repräsentative Befragung der Bertelsmann Stiftung zum Thema "Klassik und Oper".

Demnach begeistern die Kulturgüter Klassik und Oper zwar nach wie vor - dem Klischee ent­sprechend - meist gut gebildete und ältere Menschen, doch gibt es eine starke Wahrnehmung klassischer Musik im Alltag über alle Alters- und Bildungsschichten hinweg. 67 Prozent gaben an, dass ihnen Klassik im Fernsehen begegne, dicht gefolgt vom Radio. Danach gefragt, was sich ändern müsse, damit sich mehr Menschen für klassische Musik interessierten, antworten nahezu drei Viertel der Menschen, sie halten niedrige Eintrittspreise für Konzert- und Opern­abende für wünschenswert (72 Prozent), dicht gefolgt (mit 71 Prozent) von mehr Veranstal­tungsangeboten, die Klassik und Pop verbinden.

Als weiteren Treiber für ein steigendes öffentliches Interesse sehen 64 Prozent der Befragten die Notwendigkeit, bereits Kindergarten- und Schulkinder professionell mit Gesang zu konfron­tieren. Auch sprechen sich 54 Prozent für Aufführungen an ungewöhnlichen Orten wie Bahn­höfen, Fußgängerzonen oder bei Open-Air-Veranstaltungen aus.

Neben der "Stimme", die mit 92 Prozent für das wichtigste Merkmal des erfolgreichen Opern­sängers gehalten wird, sind es vor allem die "persönliche Ausstrahlung" (68 Prozent) und die "Bühnenpräsenz" (51 Prozent), die die Befragten als auszeichnende Eigenschaften des Sän­gers betrachten. Dem folgen mit 37 Prozent "schauspielerisches Talent" und - deutlich abge­schlagen - das "Aussehen" der Opernsänger mit nur noch 15 Prozent.

"Musik ist die Sprache, die überall auf der Welt verstanden wird. Die Menschen sind - und das zeigen die Ergebnisse dieser Umfrage - in viel größerem Maße von klassischer Musik umge­ben und positiv beeinflusst, als sie häufig wahrnehmen", sagt die stellvertretende Vorstandsvor­sitzende der Bertelsmann Stiftung, Liz Mohn, die bereits vor über 20 Jahren den Internationalen Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN ins Leben rief, eine der weltweit bekanntesten Nach­wuchsbörsen für junge Operntalente.

Die NEUEN STIMMEN verfolgen in besonderem Maße ein Konzept, das sich, über den einwö­chigen Wettbewerb mit jungen Talenten aus aller Welt hinaus, der umfassenden Förderung ver­schrieben hat. Das geschieht in Meisterkursen, die jeweils in dem Jahr zwischen den Wettbe­werben abgehalten werden, in ergänzenden Workshops zu Bühnenpräsenz, Ausstrahlung und Vorsingtrainings sowie durch zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten für die Sängerinnen und Sänger. Bei alldem stehen dem Opernnachwuchs weltbekannte Fachleute zur Seite.

Um den Grundstein für eine Gesellschaft zu legen, in der weiterhin Werte und Orientierung auch über musikalische Fähigkeiten vermittelt werden, setzt sich die Bertelsmann Stiftung
ebenso in zahlreichen Projekten, wie z.B. "Musik für jedes Kita-Kind" oder "Musikalische Grund­schule" dafür ein, dass Musikerziehung ein fester Bestandteil der Bildung jedes Kindes wird, denn "Kinder lernen in musischen Projekten Toleranz, Rücksichtnahme und das Zuhören - wichtige Voraussetzungen für eine friedlichere, menschlichere Zukunft", so Liz Mohn.


Die von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage wurde vom In­stitut TNS Emnid im August unter 1.001 befragten Deutschen aller Altersklassen durchgeführt.

Rückfragen an: Judit Schweitzer, Telefon: 0 52 41 / 81-81 495; E-mail: judit.schweitzer@bertelsmann-stiftung.de
Weitere Informationen: http://www.bertelsmann-stiftung.de http://www.neue-stimmen.de
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