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An den Grenzen des Römerreichs - Tagung zu 2000 Jahren Varus-Schlacht an der Universität Regensburg

08.09.2009 - (idw) Universität Regensburg

Anlässlich des Gedenkjahres an die historische Schlacht im Teutoburger Wald, die im Jahr 9 n. Chr. entscheidend für die Geschichte war, findet an der Universität Regensburg vom 15. bis zum 19. September 2009 die internationale Tagung "An den Grenzen des Römerreichs - 2000 Jahre nach der Schlacht im Teutoburger Wald" (Ad fines imperii Romani. Anno bismillesimo cladis Varianae) statt. Organisiert wird die Tagung vom Lehrstuhl für Lateinische Philologie der Universität Regensburg in Verbindung mit der Academia Latinitati Fovendae, Rom. Für die römische Akademie ist dies gleichzeitig ihr 12. "Conventus Omnium Gentium Latinitati Fovendae".

In der Varus-Schlacht brachten die freien Germanen unter dem Cherusker Arminius dem römischen Feldherrn Quinctilius Varus und seinen drei Legionen die folgenschwere Niederlage bei, die die Germanenpolitik des Kaisers Augustus bremste. Dass in der Folge die bayerische Provinz Raetien und vor allem Regensburg mit dem im 2. Jh. gegründeten Legionslager eine zentrale Rolle an der Grenze des römischen Reiches spielen sollte, ist auf die Niederlage des Varus und den Verzicht auf weitere Expansionen im Norden zurückzuführen. Die große Niederlage gibt einerseits Aufschluss über die Expansionspolitik des neu konstituierten Kaiserreichs Rom, zum andern aber auch über das Verhalten einer politischen Weltmacht im Falle einer fatalen Katastrophe und hat damit exemplarischen Charakter.

Im Rahmen der Tagung ist ein wissenschaftliches Vortragsprogramm vorgesehen, das sich mit der Aufarbeitung der Ereignisse des Jahres 9 n. Chr. und ihrer Rezeption beschäftigen wird. Insbesondere nimmt die Tagung die zivilisatorischen Folgen und kulturellen Konflikten in den Blick, wie sie das Aufeinanderprallen von Römern und Germanen modellhaft verdeutlichen kann. Schwerpunkt ist die Untersuchung der literarischen Überlieferung und Gewichtung der Textzeugnisse sowie der literarischen Rezeption. Die römische Grenzstadt Regensburg erscheint dabei als besonders geeigneter Standort, von dem aus der politische Schauplatz römischer Grenzplanung gut überschaubar ist. Die Kongress-Sprache ist Latein, finanziell gefördert wird der Kongress durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

Ansprechpartner für Rückfragen der Medienvertreter:

Prof. Dr. Jan-Wilhelm Beck
Lehrstuhl für Lateinische Philologie
Universität Regensburg
Telefon: 0941/943-3396
Jan.Beck@sprachlit.uni-regensburg.de

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