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Methodische Fragen der Analyse der Geschichtsschulbücher

08.09.2009 - (idw) Georg-Eckert-Institut

Vom 14. bis 16. September veranstaltet die Internationale Gesellschaft für Geschichtsdidaktik ihre Jahrestagung im Haus der Wissenschaft in Braunschweig. Kooperationspartner ist das Georg-Eckert-Institut. Im Mittelpunkt des Interesses der Geschichtsdidaktiker aus aller Welt stehen Geschichtsbücher. Konflikte um und politische Projekte für dieses Unterrichtsmedium gibt es rund um den Globus: Chinesen empören sich über japanische Geschichtsbücher, die Kriegsverbrechen der Japaner in China verschweigen; Israelis und Palästinenser versuchen sich an einem Schulbuch, das in Schulen beider Länder genutzt werden kann; Franzosen und Deutsche haben mit dem Rückenwind der Politik ein gemeinsames Geschichtsbuch auf den Weg gebracht und Deutsche und Polen sind gerade dabei, ein vergleichbares Projekt in die Praxis umzusetzen.

Gerade weil besonders Geschichtsbücher weltweit immer wieder für Unruhe und Diskussionen sorgen, ist es umso wichtiger, sich auch jenseits politischer Tagesgeschäfte der Entwicklung und Schärfung wissenschaftlicher Analyseinstrumente zur Forschung über Schulbücher zu widmen. Genau dies ist das Ziel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vielen europäischen Ländern sowie aus Afrika, Brasilien, Israel, Japan, Kanada, Südafrika und den USA. Was wollen/sollen Geschichtsbücher eigentlich erzählen? Welche Selbst- und Fremdbilder, welche Abgrenzungen und Orientierungsangebote vermitteln sie? Wie kommen diese Erzählungen, diese Angebote überhaupt bei Schülern und Lehrern an? Was passiert mit dem Medium Schulbuch im Unterricht? Wie kann man die Qualität von Schulbüchern messen? Welche Rolle spielt die Bildungspolitik? Sind Geschichtsbücher immer noch aus nationalstaatlicher Perspektive verfasst oder gelingt einigen bereits der Blick über den nationalen Tellerrand hinaus auf eine sich immer stärker globalisierende Welt. Diesen und zahlreichen anderen Fragen rund um's Schulbuch gehen die Forscherinnen und Forscher in zahlreichen Panels und Vorträgen nach.

Für Journalisten bietet die Veranstaltung eine einmalige Gelegenheit, sich international vergleichend über wichtige bildungspolitische Debatten und deren wissenschaftliche Grundlagen zu informieren.

Tagungsort: Haus der Wissenschaft, Pockelsstraße 11, 38106 Braunschweig

Kontakt: Stephan Kyas, Tel. 0531 123 103 216, E-Mail kyas@gei.de

V.i.S.d.P. Verena Radkau, radkau@gei.de

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