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"Flüchtlingsschutz als globale und lokale Herausforderung"

10.09.2009 - (idw) Fachhochschule Köln

Fachtagung am 29. und 30. Oktober 2009 in der Fachhochschule Köln 42 Millionen Menschen waren 2008 weltweit auf der Flucht. Während die Zahl der Flüchtlinge seit einigen Jahren wieder zunimmt, schotten sich viele Länder immer stärker gegen die Schutzsuchenden ab. Für viele enden die riskanten Fluchtwege tödlich. Kritiker werfen den europäischen Staaten teilweise unterlassene Hilfeleistung vor. Helfer, die versuchen auf hoher See Leben zu retten, werden zum Teil ebenso kriminalisiert wie die Flüchtlinge selbst.

Ob und wie funktioniert Flüchtlingsschutz heute auf internationaler, nationaler und kommunaler Ebene? Diese Frage greifen die Fachhochschule Köln und der Förderverein Kölner Flüchtlingsrat e.V. anlässlich des 60. Jahrestags des Grundgesetzes und des 25-jährigen Bestehens des Kölner Flüchtlingsrates im Rahmen des Dies Academicus der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften auf. Die Fachtagung, zu der die Fachhochschule Köln und der Förderverein des Kölner Flüchtlingsrats e.V. am 29. und 30. Oktober 2009 auf den Campus Südstadt der Hochschule einladen, analysiert die neuen Konzepte und Organisationsstrukturen der globalen und nationalen Flüchtlingspolitik (Mainzer Str. 5, 50678 Köln). Erörtert werden auch die Handlungsspielräume für die Soziale Arbeit in der Kommune. Denn obwohl die Behörden vor Ort geltendes Recht umsetzen müssen, verfügen sie über politische und rechtliche Spielräume.

Die Fachtagung richtet sich an Lehrende und Studierende, an Haupt- und Ehrenamtliche der Flüchtlingshilfe, an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörden, an Journalistinnen und Journalisten sowie an weitere Interessentinnen und Interessenten. Eine Anmeldung ist bis 16. Oktober 2009 erforderlich.

In Deutschland wurde der Flüchtlingsschutz bereits 1949 in Artikel 16 des Grundgesetzes "Politisch Verfolgte genießen Asyl" verankert. Dies war eine Lehre aus der Zeit des Nationalsozialismus, in der fast eine Million Deutsche Schutz in anderen Ländern suchten. Heute sprechen Menschenrechtsorganisationen wie amnesty international und Pro Asyl davon, dass der Flüchtlingsschutz "an die Grenzen Europas outgesourced" worden sei. Zudem kritisieren und beklagen sie massive Menschenrechtsverletzungen bei der Unterbringung von Flüchtlingen und bei der rechtlichen Prüfung ihrer Asylbegehren.

Die Fachhochschule Köln ist mit 16.000 Studierende und rund 400 Professorinnen und Professoren, die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. 16.000 Studierende werden von rund 400 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten umfasst mehr als 70 Studiengänge, jeweils etwa die Hälfte in Ingenieurwissenschaften bzw. Geistes- und Gesellschaftswissenschaften: von Architektur über Elektrotechnik und Maschinenbau, Design, Restaurierung, Informationswissenschaft, Sprachen und Soziale Arbeit bis hin zu Wirtschaftsrecht und Medieninformatik. Hinzu kommen ab Herbst 2009 Angewandte Naturwissenschaften. Zur Hochschule gehören neben Standorten in Köln-Deutz und in der Kölner Südstadt auch der Campus Gummersbach; im Aufbau ist der Campus Leverkusen. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (European University Association, EUA). Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und dem Internationalen Standard ISO 14001 geprüfte und zertifizierte umweltorientierte Einrichtung.

Das Institut für interkulturelle Bildung und Entwicklung (INTERKULT) analysiert die Rahmenbedingungen struktureller und individueller Migration mit Blick auf soziologische, juristische, politische, sprachwissenschaftliche und psychologische Implikationen. Darauf aufbauend systematisiert und diskutiert das Institut Ansätze multikultureller und interkultureller Sozialer Arbeit.

Der Kooperationspartner der Fachtagung, der Förderverein Kölner Flüchtlingsrat e.V., setzt sich seit 1984 für die Rechte und die Integration der Flüchtlinge, für Toleranz und Völkerverständigung ein. Er zählt damit zu den ersten Flüchtlingsräten in Deutschland. Sein 25-jähriges Engagement ist für die Fachhochschule ein zusätzlicher Anstoß, die Chancen der Sozialen Arbeit in Köln und darüber hinaus zu diskutieren.

Weitere Informationen: http://www.verwaltung.fh-koeln.de/imperia/md/content/verwaltung/dezernat5/sg51/v... Programmflyer mit Anmeldekarte
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