Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 19. Januar 2020 

Neues DFG-Förderranking: Universität Tübingen auf Platz 14

10.09.2009 - (idw) Eberhard Karls Universität Tübingen

Rückschlag durch Einbezug der Exzellenzinitiative

Im heute vorgelegten aktuellen Förderranking 2009 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), das die Bewilligungen der DFG in den Jahren 2005 bis 2007 umfasst, belegt die Universität Tübingen mit Fördergeldern in Höhe von 120,4 Millionen Euro Platz 14. Im letzten Ranking von 2006 hatte sie noch den achten Platz erreicht. Auch in den einzelnen Wissen-schaftsbereichen ist ein Zurückfallen festzustellen:

- Geistes- und Sozialwissenschaften von Platz 3 auf Platz 8 (Geisteswissenschaften von 2 auf 6, Sozial- und Verhaltenswissenschaften von 9 auf 14);
- Lebenswissenschaften von Platz 7 auf 10 (darunter Medizin von 3 auf 7);
- Naturwissenschaften von 19 auf 29.

"Der Verlust einer Position unter den Top Ten, zu denen wir bei den vorangegangenen DFG-Rankings kontinuierlich gehörten, ist ein herber, aber freilich erwarteter Rückschlag, denn in das neue Ranking ging erstmals auch die Exzellenzinitiative ein", kommentierte Universitäts-rektor Bernd Engler das Abschneiden der Universität Tübingen. "Die Exzellenzinitiative macht etwa 20 Prozent des Volumens aller DFG-Bewilligungen aus. Wir haben in der Exzellenzinitiative bekanntlich lediglich ein Exzellenzcluster erreicht, das mit 14,8 Millionen Euro in das Ranking eingeht. Dem stehen beispielsweise gegenüber: 100 Millionen Euro in Aachen, 85 Millionen Euro in Heidelberg, 61 Millionen in Freiburg und immerhin noch 41 Millionen in Frankfurt."

Als ein positives Zeichen ist zu werten, dass die Universität Tübingen in einzelnen Fachgebieten des Rankings sehr erfolgreich abgeschnitten hat. So liegt sie in der Pflanzenwissenschaft und den Neurowissenschaften bundesweit an der Spitze und gehört beispielsweise in den Fachbereichen Alte Kulturen, Sprachwissenschaft, außereuropäische Sprachen und Kulturen sowie Psychologie zur Spitzengruppe.

In vielen weiteren Auswertungen des Förderrankings gehört die Universität Tübingen weiterhin zu den Top Ten, so

- bei der Anzahl der DFG-Gutachter und Mitglieder in DFG-Fachkollegien: Platz 4 bzw. 3,
- bei den Drittmitteleinnahmen insgesamt (2006): Platz 10,
- bei den Fördermitteln im 6. EU-Forschungsrahmenprogramm: Platz 7,
- bei den Gastwissenschaftlern der Alexander von Humboldt-Stiftung und des DAAD: Platz 8 bzw. 7.

Im Blick auf die Entwicklung der Universität erklärte Rektor Engler, dass er die Universität Tübingen in einem schon 2006/07 eingeleiteten Prozess der Umsteuerung und Neupositionierung sehe, der bereits in nächster Zukunft wieder zu einer Aufwärtsspirale führen werde. Als Beleg für diese positive Entwicklung nannte er die Schaffung neuer großer Forschungs-schwerpunkte durch Vernetzung mit außeruniversitärer Forschung: WissenschaftsCampus (eine Kooperation mit der Leibniz-Gemeinschaft), das gemeinsame Forschungsinstitut mit der Helmholtz-Gesellschaft "Water Earth Science System (WESS)", das Tübinger Satelliteninstitut des Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen und schließlich das Akademieprojekt "The Role of Culture in Early Expansions of Humans". Bei der DFG seien drei neue Sonderforschungsbereiche und ein Transregio eingeworben sowie mehrere erfolgreich verlängert worden. In einem bundesweiten Wettbewerb habe die Universität mit zwei Forschungsneubauten sehr erfolgreich abgeschnitten. Engler wies zudem auf eine Reihe von Spitzenberufungen besonders drittmittelstarker Wissenschaftler hin. "Schließlich sind wir dabei, uns intensiv auf die nächste Runde der Exzellenzinitiative mit geplanten Anträgen für Exzellenzcluster, Graduiertenschulen und auch wieder ein Zukunftskonzept vorzubereiten. Zukunfts-trächtige Akzente werden wir auch mit der Gründung eines Zentrums für Angewandte Wissenschaften setzen", so Engler weiter.


Das Ranking im Internet: www.dfg.de/ranking

uniprotokolle > Nachrichten > Neues DFG-Förderranking: Universität Tübingen auf Platz 14
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/183702/">Neues DFG-Förderranking: Universität Tübingen auf Platz 14 </a>