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Verleihung des Max-Planck-Forschungspreises in Bonn

20.10.2009 - (idw) Alexander von Humboldt-Stiftung

Aleida Assmann und Karl Galinsky wurden am Dienstag, 20. Oktober für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Gedächtnisgeschichte geehrt. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung Frieder Meyer-Krahmer hat am Dienstag gemeinsam mit den Präsidenten der Alexander von Humboldt-Stiftung, Helmut Schwarz, und der Max-Planck-Gesellschaft, Peter Gruss, den Max-Planck-Forschungspreis 2009 verliehen. Aleida Assmann von der Universität Konstanz und Karl Galinsky von der University of Texas in Austin, USA, erhielten den mit insgesamt 1,5 Millionen Euro dotierten und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Preis für ihre herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Gedächtnisgeschichte.

"Der Max-Planck-Forschungspreis würdigt wissenschaftliche Höchstleistungen", so Meyer-Krahmer. "Aleida Assmann und Karl Galinsky haben mit ihrer interdisziplinären und international vernetzten Forschungstätigkeit die Jury zu Recht von ihren Leistungen überzeugt. Beide Preisträger sind eine Bereicherung für die Hochschul- und Forschungslandschaft in Deutschland. Und der Preis wird auch dem Nachwuchs zugutekommen: Denn auch Studierende und Nachwuchswissenschaftler werden in die geförderten Forschungsarbeiten einbezogen. Für das Klima von Forschung und Lehre und für den Wissenschaftsstandort Deutschland insgesamt ist dies ein großer Gewinn."

"Wie wir die Vergangenheit durch unser Erinnern formen, ja, manchmal gezielt manipulieren, vor allem aber, wie die Vergangenheit und unser Umgang mit ihr das Hier und Jetzt prägen - dies sind die faszinierenden Fragen der Gedächtnisforschung. Aleida Assmann und Karl Galinsky sind Pioniere dieser noch jungen Disziplin, die ihre Antworten oft im interdisziplinären Austausch und stets durch das Betreten neuer Pfade sucht. Mit ihren Arbeiten haben die Ausgezeichneten hervorragende Grundlagen für weitere innovative Forschungen zur Gedächtnisgeschichte geschaffen", sagte Schwarz anlässlich der Preisverleihung.

"Mit ihren unorthodoxen Ansätzen haben Aleida Assmann und Karl Galinsky das junge Forschungsgebiet der Gedächtnisgeschichte nachhaltig geprägt. Ausgehend von den Literaturwissenschaften haben sie neue Perspektiven auf historische Ereignisse und damit gleichzeitig auf unseren Umgang mit der Geschichte eröffnet. Die Arbeiten der beiden Preisträger machen deutlich, wie die kulturwissenschaftliche Forschung ein tieferes Verständnis unserer heutigen Lebenswelt ermöglicht", so Gruss.

Assmann wird mit dem Preisgeld ihre Forschung zur europäischen Gedächtnisgeschichte vertiefen und das internationale Netzwerk der Universität Konstanz in der Gedächtnisforschung ausbauen. Galinsky wird am Seminar für Klassische Philologie der Ruhr-Universität Bochum auf dem Gebiet der interdisziplinären Gedächtnisforschung sowie der Religionsgeschichte arbeiten und eine Forschungsgruppe mit Nachwuchswissenschaftlern etablieren.

Weitere Informationen sowie umfangreiches Bild- und Filmmaterial finden Sie im "Dossier Max-Planck-Forschungspreis" unter http://www.humboldt-foundation.de/presse.


Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 1.900 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 23.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in 130 Ländern - unter ihnen 43 Nobelpreisträger.

Pressekontakt
Kristina Güroff
Barbara Wieners-Horst
Kerstin Schweichhart
Tel: +49 228 833-144/257; Fax: -441
E-Mail: presse@avh.de

Leiter Referat Presse, Kommunikation und Marketing
Georg Scholl
Tel: +49 228 833-258

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