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Marktbehauptung in der Wirtschaftskrise

21.10.2009 - (idw) Deutsches Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen

Bislang nur in Teilen Auswirkungen auf die Weiterbildungsbranche

Bonn, 21. Oktober 2009. Aktuelle Strategien zur Marktbehauptung von Weiterbildungsanbietern standen im Mittelpunkt der wbmonitor Umfrage 2009 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) bei Anbietern beruflicher und allgemeiner Weiterbildung. Ein Großteil der Anbieter fühlt sich von der Wirtschaftskrise in seiner Marktbehauptung nicht betroffen, ein Viertel sieht sogar einen positiven Einfluss. Je nach Finanzierungsquelle der Anbieter wirkt sich die gesamtwirtschaftliche Lage sehr verschieden aus (siehe Abbildung): Insbesondere die überwiegend durch Arbeitsagenturen finanzierten Anbieter profitieren; das antizyklische Konjunkturpaket II des Staates zeigt hier offenbar Wirkung. Überwiegend betrieblich und durch Teilnehmer finanzierte Anbieter zeichnen dagegen ein eher negatives Bild; Betriebe und Selbstzahler scheinen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weniger in Weiterbildung zu investieren.

Zielgruppenbezogenes Marketing, Kooperationen und Vernetzung sowie die Konzentration auf Kernarbeitsfelder sind die am häufigsten von den Anbietern eingesetzten Strategien, um sich am Markt zu behaupten. Jeweils rund vier von fünf Anbietern setzen darauf. Einen beachtlichen Stellenwert haben zudem die Konzeption inhaltlich völlig neuer Bildungsangebote, professionelle Markt- und Bedarfsanalysen sowie der Einsatz neuer Lehr-/Lernmethoden, die besonders häufig bei den Planungen für die Zukunft genannt werden.

Insbesondere Beschäftigte und Betriebe werden von den Anbietern als Zielgruppen angesprochen. Für die Hälfte der Anbieter stellen Angebote für Fachkräfte einen Schwerpunktbereich dar. Existenzgründer/-innen, Eltern und ehrenamtlich Tätige spielen als Zielgruppen dagegen kaum eine Rolle.

Positive Stimmung, aber gedämpfte Erwartungen
Der diesjährige wbmonitor Klimaindex liegt mit 33 Punkten unter dem Vorjahresniveau von 42, steht aber immer noch für eine positive wirtschaftliche Stimmung in der Weiterbildungsbranche. Die Erwartung, dass sich die Lage 2010 verbessern wird, ist dagegen mit einem Wert von 22 eher gedämpft. Dennoch schätzen die Weiterbildungsanbieter in Deutschland ihre aktuelle und zukünftige wirtschaftliche Situation deutlich positiver ein als das übrige Dienstleistungsgewerbe, für das der ifo Geschäftsklimaindex zeitgleich ein Abrutschen ins Negative ermittelt hat. Die Weiterbildungsbranche scheint bislang, im Gegensatz zu anderen Branchen, nur partiell von der Wirtschaftskrise negativ betroffen zu sein und in Teilen sogar zu profitieren.

Inhaltliche Auskünfte im DIE erteilt:
Ingrid Ambos, ambos@die-bonn.de, T +49 (0)228 3294-134
Weitere Informationen: http://www.wbmonitor.de/ oder http://www.bibb.de/de/50555.htm
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