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Jenas 100. Partneruniversität steht in Taiwan

21.10.2009 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Rektor der Universität Jena unterzeichnet bei Asien-Reise drei Kooperationsverträge Jena (21.10.09) Der asiatische Markt befindet sich im Umbruch, auch im Bereich der Bildung. Das hat der Rektor der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU), Prof. Dr. Klaus Dicke, jetzt intensiv bei einer zehntägigen Reise durch Taiwan und Japan erleben können. Dabei besuchte Prof. Dicke acht Universitäten und schloss drei neue Kooperationsverträge mit taiwanesischen Universitäten zum Studierenden- und Dozentenaustausch ab.

"Asien im Allgemeinen und Taiwan im Speziellen befinden sich in der Phase einer Umorientierung von industrieller Fertigung hin zu Dienstleistungen", erläutert Dicke. Damit einher gehe eine Umorientierung von den bislang überwiegend US-orientierten Kooperationsbeziehungen hin nach Europa. "Gerade Deutschland scheint eine gewisse Priorität zu genießen, wobei Natur- und Ingenieur-, aber auch Sozialwissenschaften gefragt sind", so Jenas Rektor weiter. Aufgrund des Konkurrenzdrucks durch China und des starken Wettbewerbs untereinander sind die Universitäten in Taiwan sehr gut ausgestattet, "so dass die neuen Kooperationen, die zum Teil auf bereits bestehenden Kontakten aufbauen, sich für unsere Studierenden und Dozenten lohnen werden", ist sich der Rektor sicher. Gleichzeitig passt das Angebot der Friedrich-Schiller-Universität gut zu den gefragten Disziplinen, so dass sich die Anzahl der derzeit 16 taiwanesischen Studierenden, die an der FSU immatrikuliert sind, in Zukunft sicher erhöhen wird.

Konkret hat Prof. Dicke Abkommen mit der Fu Jen Catholic University und der National Chung Cheng University in Taipeh sowie der National Tsing Hua University in Hsinchu unterzeichnet. Die Fu Jen, die nun Jenas 100. Partneruniversität ist, wurde 1961 gegründet und ist eine katholische Volluniversität in Trägerschaft des Vatikans. Von ihren rd. 27.000 Studierenden ist aber nur ein Prozent katholisch. Die bereits bestehenden Kooperationen mit den Rechtswissenschaften und der Interkulturellen Wirtschaftskommunikation sollen möglichst um Physik, Wirtschaftswissenschaften und Medizin erweitert werden. Die Chung Cheng University ist eine junge aufstrebende Voll-Universität. Es bestanden bereits eine Fakultätsvereinbarung in den Rechtswissenschaften sowie Kontakte in der Germanistik. Im Zentrum der neuen Kooperation werden neben diesen Bereichen auch das Laboratorium Aufklärung sowie eine enge Zusammenarbeit mit der Jenaer Graduierten-Akademie stehen, da das Jenaer Modell der Doktorandenausbildung dort auf großes Interesse gestoßen ist.

Die Universität in Hsinchu gehört zu den Top 100 Universitäten im asiatisch-pazifischen Raum. Die National Tsing Hua University ist stark in den Naturwissenschaften, hat aber auch ein ausgewogenes geistes- und sozialwissenschaftliches Studienangebot. Dementsprechend breit ist ihr Bestreben, mit den Jenaer Wissenschaftlern zusammenzuarbeiten und Studierende auszutauschen.

"Ich war begeistert davon, wie die taiwanesischen Universitäten es verstehen, Tradition und Innovationen zu verbinden", sagt Rektor Dicke und berichtet als Beispiel von einem Programm, "mit dem am Computer in beachtlicher Vollendung die Kunst chinesischer Kalligraphie ausgeübt werden kann".

Mit den japanischen Universitäten Meiji und Reitaku in Tokio bestehen seit langem Partnerschaftsverträge. Bei ihrem Besuch beeindruckte den Rektor, "wie hervorragend diese Kooperationen funktionieren". Mit der Reitaku-Universität, die gerade ihren 50. Geburtstag feiert, verbindet die Friedrich-Schiller-Universität bereits eine 20-jährige Partnerschaft. "Diese langjährige Verbundenheit merkt man nicht nur daran, dass man dort niemandem erklären muss, was die Friedrich-Schiller-Universität ist, sondern auch daran, dass ich dort wie selbstverständlich von drei Jenaer Studenten begrüßt wurde", freut sich der Rektor und betont: "Wir haben hervorragende Partner in Japan und nun auch in Taiwan und werden alles tun, damit diese Verbindungen weiter und verstärkt mit Leben gefüllt werden".


Kontakt:
Dr. Jürgen Hendrich
Internationales Büro der Universität Jena
Fürstengraben 1
07743 Jena
Tel.: 03641 / 931160
E-Mail: aaa[at]uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de
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