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Rückkehr nach Afrika: Afrikanische Filmtage im Kino achteinhalb

27.10.2009 - (idw) Universität des Saarlandes

7. bis 9. und 13. bis 15. November 2009
Kino achteinhalb, Nauwieserstr. 19, Saarbrücken
Eintrittspreise: 4,10 / 5,10 Euro Unter dem Motto "Rückkehr nach Afrika" können Filmfans auch in diesem Jahr wieder das afrikanische Kino kennenlernen. Mit der Veranstaltung stellen das Frankreichzentrum der Universität des Saarlandes sowie die Fachrichtungen Romanistik und Anglistik gemeinsam mit weiteren Partnern das Filmschaffen der anglophonen und frankophonen Länder Afrikas vor. Die Filme beschäftigen sich mit brisanten Themen, wie etwa Gewalt. Im Vordergrund steht in diesem Jahr auch die moderne, afrikanische Frau. Bei ausgewählten Filmvorführungen sind die Regisseure anwesend und diskutieren mit den Zuschauern. Die Filme im einzelnen:

Samstag, 7. November 2009, 19 Uhr: Le Fauteuil
(Burkina Faso 2009, frz. OmeU, Regie: Missa Hébié)

Séraphin, der Generaldirektor einer Bergwerksgesellschaft, wird seines Amtes enthoben. Neu auf den Chefsessel kommt Madame Ouédraogo. Trotz Vorurteilen und dem gesellschaftlichen Druck, der auf ihr als Ehefrau und Mutter lastet, versucht sie, sich zu behaupten. Damit wird sie zum Symbol für die Durchsetzungskraft der afrikanischen Frau auch unter schwierigen Bedingungen. "Le Fauteuil" - der Sessel - ist ein Schleudersitz, der durch die Eigenarten seiner wechselnden Inhaber geprägt wird. Der Regisseur Missa Hébié steht im Kino zur Diskussion bereit. Im Anschluss an den Film finden ein Umtrunk und ein interkulturelles Fufu-Fest statt.

Sonntag, 8. November 2009, 20 Uhr: From A Whisper
(Kenia 2008, engl., kiswahili, OmeU, Regie Wanuri Kahiu)

Der Film setzt sich mit dem Bombenanschlag auf die US-Botschaft in Nairobi vom 7. August 1998 auseinander und bezieht dabei die Perspektiven verschiedener Betroffener ein. Der Nachrichtenoffizier Abu trifft die rebellische Künstlerin Tamani. Er will ihr bei der Suche nach ihrer Mutter helfen, die seit dem Bombenanschlag vermisst wird. Abu selbst trauert um seinen besten Freund Fareed, der bei dem Anschlag ums Leben kam. Alle Beteiligten müssen sich mit dem Verlust geliebter Menschen, mit Trauer und Vergebung auseinandersetzen. Die Regisseurin Wanuri Kahiu ist bei der Vorführung dabei und diskutiert auch mit den Zuschauern.

Montag, 9. November 2009, 20 Uhr: Casanegra
(Marokko 2008, arab. OmeU, Regie: Nour-Eddine Lakhmari)

Der Film ist für die Oscarverleihung 2010 als bester fremdsprachiger Film nominiert.

Die Jugendfreunde Adil und Karim schlagen sich in der Stadt Casablanca mit kleinen, illegalen Geschäften durch. Karim verliebt sich in eine Frau aus bürgerlichen Verhältnissen. Gleichzeitig engagiert ein Gangsterboss die beiden Freunde für einen großen Coup, der ihre Situation verbessern soll. Sie müssen sich entscheiden: Liebe oder Freundschaft? Abenteuer oder Vernunft?

Freitag, 13. November 2009, 20 Uhr: D'Arusha A Arusha
(Frankreich, Kanada 2008, engl., frz., kinyarwanda OmeU, Regie: Christophe Gargot)

In Arusha in Tansania fand über mehrere Jahre der internationale Prozess gegen die Hauptschuldigen des Völkermords in Ruanda statt. Der Film zeigt die Perspektive der Überlebenden des Bürgerkriegs. Er dokumentiert und kontrastiert die Ereignisse mit Einzelschicksalen, Momentaufnahmen, Archivmaterial und Detailbeobachtungen. Regisseur Christophe Gargot stellt die Legitimation von internationaler Gerichtsbarkeit in Frage. Die Zuschauer können im Anschluss an den Film mit ihm diskutieren.

Samstag, 14. November 2009, 20 Uhr: Africa Paradis
(Frankreich, Benin 2006, frz. OmeU, Regie: Sylvestre Amoussou)

Afrika in ferner Zukunft: Der schwarze Kontinent boomt, während Europa in Armut und Unterentwicklung versinkt. Der Informatiker Olivier und seine Lebensgefährtin Pauline, die beide arbeitslos sind, verlassen Frankreich und versuchen ihr Glück in Afrika. Sie haben keine Aufenthaltserlaubnis, werden bei der Ankunft verhaftet und bis zur Abschiebung in ein Übergangslager verfrachtet. Olivier kann fliehen, Pauline arbeitet als Dienstmädchen in einer bürgerlichen afrikanischen Familie. Im Anschluss an den Film findet eine Diskussion mit Mohamed Maiga statt. Er ist Sprecher des Integrationsbeirates der Stadt Saarbrücken.

Sonntag, 15. November 2009, 20 Uhr: No Time To Die
(Ghana, Deutschland 2007, engl. OmdU, Regie: King Ampaw)

"No Time To Die" ist eine turbulente afrikanische Komödie über Liebe und Tod. Asante transportiert berufsmäßig Leichen. Er liebt seinen Beruf, aber er findet keine Frau. Dann lernt er Esi kennen und kann ihr Herz gewinnen. Esis Vater will von der Liaison nichts wissen. Asante gibt jedoch nicht auf: Er ist wild entschlossen, Esi zu heiraten und schreckt auch nicht davor zurück, ein paar übernatürliche Tricks anzuwenden.

Veranstalter der Afrikanischen Filmtage sind die Universität des Saarlandes (Frankreichzentrum, Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation, Fachrichtung Romanistik, Transkulturelle Anglophone Studien), der Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft und Komparatistik der Universität Bayreuth, das Institut d'Etudes Françaises Saarbrücken, die Hochschule der Bildenden Künste Saar, das kino achteinhalb und das Haus Afrika e.V. Die Schirmherrschaft hat der Bürgermeister der Stadt Saarbrücken, Kajo Breuer, übernommen. Gesponsert wird die Veranstaltung von der Spielbank Saarbrücken, der Union Stiftung, der vhs Regionalverband Saarbrücken, dem Integrationsbeirat Saarbrücken, der Landeshauptstadt Saarbrücken, dem Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur sowie von der Arbeit und Kultur Saarland GmbH.


Kontakt: Frankreichzentrum, Sandra Duhem, Tel.: 0681/302-2399, E-Mail: fz@mx.uni-saarland.de
Weitere Informationen: http://www.uni-saarland.de/af
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