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Maschinenbaustudierende besichtigten marktführende Unternehmen in Norditalien

17.11.2009 - (idw) Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Im Norden Italiens liegt das größte Industriegebiet des Landes. Insbesondere der Maschinenbau genießt dort einen exzellenten Ruf. Entsprechend groß war das Interesse von 25 Studierenden der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, an einer fünftägigen Exkursion nach Norditalien teilzunehmen. Von der Fakultät Maschinenbau organisiert, hatte die Reise viel Interessantes und Lehrreiches zu bieten. Im Vordergrund der Exkursion standen anwendungsbezogene Beispiele des Maschinenbaus sowie Informationen über die Anforderungen italienischer Unternehmen an künftige Mitarbeiter. In fünf Tagen besuchte die Gruppe aus Wolfenbüttel sieben Unternehmen und eine Universität. In Italien startete die Gruppe ihre erste Besichtigung in der Nähe von Mailand bei TRC Candiani. Das 1938 gegründete Unternehmen ist Marktführer in der Herstellung von Denimstoffen (z. B. Jeans). Bei der Besichtigung der Produktionsstätte erlebten die Studierenden den Einsatz hochwertiger und modernster Technik.

In der Asti-Region stand der Besuch des Marktführers Campari AG an, die durch die Produktion von Getränken und Spirituosen weltberühmt wurde. Neben ausführlichen Informationen erhielten die Studierenden hier Zugang zu den Abfüllanlagen. In Mailand, der zweitgrößten Stadt Italiens mit rund 1,3 Millionen Einwohnern, öffneten sich für die Wolfenbütteler ebenfalls die Türen des 1960 gegründete Leuchtenherstellers Artemide, bekannt durch hochwertige Designleuchten. Nächstes Ziel war das Unternehmen Continuus Properzi, das nach dem 2. Weltkrieg gegründet wurde und mit seiner Produktion von Anlagen für die Herstellung von Aluminium- und Kupfererzeugnissen großes Interesse bei den Studierenden weckte.

Danach ging es nach Bologna zum Ducati-Werk. Abgesehen von der Faszination für Motorräder und deren Kleinserienfertigung, begeisterten insbesondere die Rennmaschinen und Pokale im Ducati-Museum. Der Besuch des Lamborghini-Werkes stellte jedoch für viele den Höhepunkt der Exkursion dar. Pure Begeisterung war zu spüren bei der Besichtigung des unternehmenseigenen Museums und der manufakturartigen Fertigung der edlen Sportwagen. Dann kehrte man kurzzeitig zum Thema Hochschule zurück. So wurde ein Abstecher in die Universität Modena (Università degli studi di Modena e Reggio) dazu genutzt, sich über die Möglichkeiten eines dortigen Studiums zu informieren.

Die letzte Station der Wolfenbütteler hieß Gildemeister in Bergamo. Als Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen ist das Unternehmen weltweit führend. Bis ins Detail erfuhren die Studierenden hier alles über die Funktionsweise und Fertigung der hochkomplizierten Mehrspindeldrehautomaten.

"Trotz des umfangreichen Besichtigungsprogramms hatte die Gruppe natürlich auch Zeit für Kulturelles", berichtete Prof. Dr. Holger Gerloff. So wurde eine der für die Region Modena typischen "Aceto"-Manufakturen besucht und zum Ausklang ein Altstadtbummel durch Bergamo gemacht. Sein Fazit der Exkursion: "Unsere angehenden Ingenieure waren begeistert. Einige können sich vorstellen, ein Praxis- oder Studiensemester in Italien zu absolvieren. Dies können wir angesichts des globalen Arbeitsmarktes und des Interesses der Unternehmen an international orientierten Mitarbeitern nur unterstützen und befürworten."

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