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Mehr Sicherheit für Patienten durch mehr Operationen?

20.11.2009 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Klinischer Abend der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg befasst sich mit der Kontroverse um die Mindestmengen-Regelung bei anspruchsvollen Eingriffen "Patientensicherheit und Mindestmengen in der Chirurgie" ist das Thema des traditionellen Klinischen Abends der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg, der am Mittwoch, dem 25. November 2009, um 20 Uhr in der Klinik im Neuenheimer Feld stattfindet.

Seit 2004 gilt die Mindestmengen-Regelung in Deutschland: Anspruchsvolle Operationen wie Transplantationen oder Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse dürfen nur von Kliniken durchgeführt werden, die im Vorjahr eine bestimmte Anzahl dieser Eingriffe vorweisen konnten. Denn wissenschaftliche Studien haben gezeigt: Mehr Erfahrung und Expertise der Operateure und des gesamten medizinischen Umfelds senken das Risiko des Eingriffs.

Weniger Komplikationen, aber Abstriche bei wohnortnaher Versorgung

"Die Mindestmengen-Regelung leistet einen wichtigen Beitrag, Komplikationen bei hochkomplexen chirurgischen Eingriffen zu verringern", erklärt Professor Dr. Markus W. Büchler, Geschäftsführender Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg. Dennoch konnten Mindestmengen bislang nur für wenige Eingriffe vereinbart werden. Als Gegenargumente ins Feld geführt werden Probleme bei der wohnortnahen, flächendeckenden Versorgung sowie bei der Weiterbildung von Chirurgen in kleineren Krankenhäusern.

Mit dem Thema des Klinischen Abends beteiligt sich die Chirurgische Klinik an der aktuellen kontroversen Diskussion über Nutzen und Konsequenzen von Mindestmengen für die Patientensicherheit und arbeitet die unterschiedlichen Standpunkte von Patienten, Kostenträger und Ärzteschaft heraus.

Als Gäste werden Hannelore Loskill, Vertreterin des Aktionsbündnisses Patientensicherheit, und Professor Dr. Hartwig Bauer, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, sowie Dr. Christopher Herrmann, stellvertretender Vorsitzender der AOK Baden-Württemberg, ihre Positionen erklären.

Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg ist eines der größten Zentren für komplexe Eingriffe in Deutschland

Welchen Beitrag zur Patientensicherheit kann die Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg als eines der größten Zentren für Operationen an der Bauchspeicheldrüse und Transplantationen von Leber und Niere in Deutschland leisten? Die Bedeutung für die Metropolregion Rhein-Neckar schildert Professor Büchler; Professor Dr. Jan Schmidt, Leitender Oberarzt, stellt die Gratwanderung vor, die eine Hochleistungschirurgie im Grenzbereich von Risiko und Weiterentwicklung immer wieder bestehen muss.

Veranstaltungsprogramm unter:
www.klinikum.uniheidel-berg.de/fileadmin/pressestelle/pdf/091022CHI_FL_DF_klinischerAbend2009_ID7411.pdf

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)


www.klinikum.uni-heidelberg.de

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

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