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Business School mit Familiensinn: Als Austauschstudent in Chicago - Frau und Baby inklusive

20.11.2009 - (idw) Handelshochschule Leipzig

"Im Endeffekt ist es nichts anderes als mit der Familie zu Hause an der HHL zu studieren", sagt Erik Pfannmöller (24), Student der Handelshochschule Leipzig (HHL), der von September bis Dezember 2009 ein Auslandssemester an der University of Chicago Booth School of Business absolviert. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin und seinem 10 Monate alten Sohn stellt der einstige Weltcup-Sieger im Kajak Einer sich nicht nur den persönlichen Herausforderungen als junger Vater im Ausland, sondern auch als Studierender an einer der weltweit führenden Business Schools. Mit Erfolg! Den "American Way of Life" erleben

Der Hauptgrund für die Entscheidung nach Chicago zu gehen, war für Pfannmöller die hohe Qualität der Lehre und die Reputation der Hochschule. "Außerdem war ich noch nie in den USA und wollte die amerikanische Kultur kennen lernen sowie mein Englisch verbessern", erzählt er. Die angenehmen Seiten der amerikanischen Kultur lernte Pfannmöller schnell zu schätzen: "Meine erste Erfahrung war, dass die Kreditkarte eines der wichtigsten Dinge überhaupt ist, da man sogar Cent-Beträge mit Karte zahlt. Ohne Pineingabe oder Quittung und das auch mit fremden Kreditkarten." Weniger staunend aber dafür schmunzelnd ergänzt der Deutsche: "Ansonsten muss ich ehrlich zugeben: Das, was man in den amerikanischen Filmen sieht, existiert wirklich. Gelbe Schulbusse, Kinder die zu Halloween an der Tür klingeln und nach Süßigkeiten fragen sowie die Tatsache, dass beinahe jeder Amerikaner einen Coffee-to-go von Starbucks dabei hat. Studenten an der Business School vorrangig."

Das Studium an einer der weltweit besten Business Schools

Nach einem großen Kaffee sehnen sich die in- und ausländischen Studenten an der Chicago Booth bei ihrem Arbeitspensum und Leistungsdruck wahrscheinlich des Öfteren: "In meinen Augen ist die Booth School of Business zu Recht eine der führenden Business Schools, denn hier existiert überall ein hohes Maß an Professionalität. Das Niveau der Dozenten ist atemberaubend hoch und jeder von ihnen ist praxiserfahren und Entertainer zugleich. Man merkt, dass die Universität sich noch mehr als in Deutschland als ein Dienstleister sieht, und dass die 100.000 Dollar für einen MBA hier gut angelegt sind", erklärt Pfannmöller. Am besten gefallen dem Hallenser, der zukünftig einmal sein eigenes Unternehmen gründen möchte, Kurse aus dem Bereich Entrepreneurship: "Hier belege ich New Venture Strategy, Commercializing Innovation und Entrepreneurial Selling", ergänzt er.

Gegenüber seinem Diplom-Hauptstudium in BWL an der Handelshochschule Leipzig (HHL) macht Pfannmöller in den USA ganz neue Erfahrungen: "Generell ist die amerikanische Case-Methode im Vergleich zum europäischen Lehrsystem sehr verschieden. Es wird viel Wert auf praktische Nähe gelegt, allerdings umso weniger Theorie vermittelt. Jede Woche gibt es Hausaufgaben im Selbststudium, welche auch bewertet werden. Zudem gibt es in vielen Kursen gibt auch keine Prüfung, sondern eine Hausarbeit."

Mobilität oder: Wie wichtig der Supermarkt im Internet sein kann

Eine unangenehmere Erfahrung während seines Austausches machte Pfannmöller in puncto Mobilität: "Der öffentliche Nahverkehr ist hier bei Weitem nicht so ausgeprägt wie in Deutschland. Die Amerikaner benutzen ihre Autos - stets und ständig." Zum Problem wird diese Tatsache für den jungen Vater, wenn es um die Lebensmittelbeschaffung für seine Familie geht: "Ohne Auto und mit Kleinkind ist es schwierig, die Wocheneinkäufe zu erledigen. Man merkt erstmal, welch ein Luxus ein Auto in Deutschland ist." Doch um die Getränke, Kindernahrung und Lebensmittel für seine dreiköpfige Familie nach Hause zu bringen, hat Pfannmöller bereits eine clevere Lösung gefunden: "Der Onlinesupermarkt mit Lieferung direkt zur Wohnungstür - einfach spitze."

Machbar: Auslandsstudium mit der Familie

Das Studium mit Frau und Kind im Ausland ist für Erik Pfannmöller kein Problem: "Es ist nur eine Frage der Organisation. Ich erledige meine Aufgaben in der Uni so effizient wie möglich, um Zeit für meine Familie zu finden. Ich versuche, soweit machbar, das Wochenende freizuhalten. Es ist zwar viel zu tun an der Uni, aber der Arbeitsaufwand ist mit der HHL vergleichbar. Und zuhause finde ich auch Zeit für die Familie." Die drei Pfannmöllers wurden sehr gut in die studentische Gemeinschaft der Booth School aufgenommen, wohl auch, weil sie sich in der universitätseigenen Gruppe "POLO - Parents Of Little Ones" engagieren. "Die Vorsitzende ist sogar Deutsche. Es werden dort wöchentlich Treffen und Veranstaltungen für die Familien der Studenten und wir fühlen uns dort sehr wohl", sagt der junge Vater. "Besonders die Halloween-Party mit unserem Sohn als Winnie Pooh war richtig lustig", lacht er.

Offenheit als Erfolgsrezept

Für Erik Pfannmöller hängt der Erfolg eines Auslandsstudiums von jedem selbst ab: "Je offener man gegenüber Fremden ist, umso offener wird man auch empfangen. Manchmal muss man einfach fragen. So konnten wir uns bereits für einen Ausflug ein Auto und einen Kindersitz, einen alten Fernseher und Bettwäsche von verschiedenen Personen ausborgen." Für Studierende, die sich ebenfalls für ein Studium mit ihrer Familie an einer ausländischen Universität interessieren, hat er folgenden Rat: "Der Studierende sollte circa ein bis zwei Wochen vorher anreisen und alle Rahmenbedingungen klären bevor die Familie nachreist. Dazu gehört zum Beispiel die Wohnung kindersicher zu machen, den Stundenplan in der Uni zu verstehen, den nächsten Supermarkt und Bank zu finden, die Gegebenheiten des öffentlichen Verkehrs herauszufinden und ein Handy mit Prepaid SIM-Karte zu kaufen. Dann ist die Umstellung viel kleiner, als gedacht." Zusammenfassend schwärmt er: "Ich bin sehr beeindruckt von meinem Aufenthalt in Amerika. Er erweitert meinen Horizont und vervollständigt mein Bild von der Welt. Die Erfahrungen im täglichen Leben und das Kennenlernen der amerikanischen Mentalität bereichern meinen Erfahrungsschatz sehr. Akademisch ist das Niveau der Uni so hoch, dass ich keinen Tag von Vorlesungen missen möchte. Es war eine der besten Entscheidungen, zur Booth School zu gehen."

Die University of Chicago Booth School of Business

Gegründet im Jahr 1898 ist die University of Chicago Booth School of Business nicht nur die zweitälteste Business School der Welt, sondern auch die erste mit einem Campus in Asien, Europa und Nordamerika. Sie gehört zu den weltweit führenden Business Schools und ihre MBA-Programme sind regelmäßig in entsprechenden Rankings ganz weit oben zu finden. Rund 3100 Studierende absolvieren an der Chicago Booth ein Teilzeit- bzw. Vollzeit-MBA-Studium oder studieren im ältesten nationalen Doktorandenprogramm in Bereich Wirtschaftswissenschaften. Zum Dozentenkollegium an der University of Chicago Booth School of Business gehören u.a. sechs Nobelpreisträger. Weitere Informationen: www.chicagobooth.edu

Handelshochschule Leipzig (HHL)

Die Handelshochschule Leipzig (HHL) ist Deutschlands älteste betriebswirtschaftliche Hochschule und zählt heute zu den führenden Business Schools. Innerhalb der Ausbildung von leistungsfähigen und verantwortungsbewussten Führungspersönlichkeiten spielt neben der Internationalität die Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis eine herausragende Rolle. Weitere Informationen: www.hhl.de

Internationale Austauschprogramme an der Handelshochschule Leipzig (HHL)

Weltweit unterhält die Handelshochschule Leipzig (HHL) partnerschaftliche Beziehungen zu mehr als 100 Wirtschaftshochschulen. Im Rahmen dieses Netzwerkes verbringen jedes Jahr rund 80 HHL-Studenten ein Semester an einer der ausländischen Partneruniversitäten. Im Gegenzug begrüßt die Leipziger Wirtschaftshochschule jährlich 80 internationale Studenten auf ihrem Campus.
Um den interkulturellen Studentenaustausch noch nachdrücklicher zu fördern, entsendet die HHL jeweils nur maximal zwei Studenten zur selben Zeit an eine internationale Partnerhochschule. Bei der Auswahl von neuen Partnerunis wird die Akkreditierung, wissenschaftliche Reputation der Hochschule, Attraktivität des Studienstandortes sowie Sicherheit der Studenten im Zielland berücksichtigt. Vereinfacht wird die Mobilität der Studenten durch die Anpassung des akademischen Kalenders der HHL entsprechend internationaler Gepflogenheiten. Darüber hinaus hat die HHL anstelle der üblichen Semester- eine Quarter-Struktur eingeführt und ermöglicht somit eine bessere Planung des Auslandsstudiums.

Weitere Informationen: www.hhl.de/international
Weitere Informationen: http://www.chicagobooth.edu http://www.hhl.de/international http://www.hhl.de
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