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Sprach- und Kulturbrücken bauen

20.11.2009 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Auslandsgermanisten der Universität Jena feiern 10-jähriges Jubiläum des JenDaF e. V. Jena (20.11.09) Seit mittlerweile zehn Jahren ist der Verein JenDaF e. V. als hochschulnaher Dienstleister für Deutsch als Fremdsprache sowie wissenschaftliche und interkulturelle Begegnung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena aktiv. Dieses Jubiläum wollen die Mitglieder, Freunde und Förderer des Vereins am 25. November in Jena feiern.

"Die Förderung von Deutsch als Fremd- und Zweitsprache sowie interkulturelle Begegnungen sind unsere wichtigsten Anliegen", hebt der Vorsitzende des Vereins Prof. Dr. Hans Barkowski von der Universität Jena hervor. Von dem ehemaligen Direktor des Instituts für Auslandsgermanistik/Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (1998-2003) ging seinerzeit die maßgebliche Initiative zur Gründung des Vereins im Jahr 1999 aus. Die Etablierung als universitätsorientierter Dienstleistungsanbieter sei mit heutiger Sicht sehr gut gelungen, so Barkowski. Viele der Gründungsmitglieder sind auch heute noch aktiv dabei, sei es in der administrativen Vereinsarbeit oder als Leitungspersonal der zahlreichen Seminar- und Weiterbildungsangebote.

So bietet der Verein seit 2001 u. a. Kurse zur Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) an, die für ausländische Studienbewerber ein wichtiges und notwendiges Angebot darstellen. Das belegen nicht zuletzt die Teilnehmerzahlen: Seit 2001 haben 1157 Bewerber einen dieser Kurse absolviert. Dabei betont Prof. Barkowski die hervorragende enge Kooperation mit dem Internationalen Büro, in dessen Auftrag der Verein seit mehreren Jahren auch Deutsch- und Englischkurse für Promovenden durchführt. Neben der Jenaer Universität nutzen auch Fachhochschule und Hans-Knöll-Institut die Angebote des Vereins, ebenso wie Hochschulen in den USA, Großbritannien, China und Japan.

Direkter Kontakt mit deutscher Kultur und Sprache

"Bei unserer internationalen Arbeit ist sicher die Zusammenarbeit mit der größten britischen Fernuniversität, der Open University Milton Keynes, hervorzuheben", so Prof. Barkowski. In deren Auftrag organisiert der JenDaF e. V. jedes Jahr die sogenannte Residential School als Teil des Studienangebots für Studierende im germanistischen Studiengang der Open University. Dieses Angebot umfasst einen mehrwöchigen Aufenthalt in Jena, bei dem die Studierenden direkten Kontakt mit der deutschen Kultur und Sprache erhalten und verschiedene Kurse absolvieren.

"Die Kooperation mit ausländischen Universitäten ist für uns ebenso wichtig wie die Zusammenarbeit mit den Einrichtungen vor Ort", betont Vereinsvorsitzender Barkowski. "Dass wir in den vergangenen Jahren solche festen Partnerschaften etablieren konnten, macht uns auch ein wenig stolz und ist Lohn für unsere Arbeit, die zum Teil ehrenamtlich ist." Im Übrigen finanziert sich der Verein ausschließlich aus den Kursgebühren. Die derzeit 35 Mitglieder setzen sich in ihrer Mehrheit aus den Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern des Instituts sowie vielen für die Kursangebote tätigen Honorarkräften zusammen. Eine halbe Mitarbeiterstelle im Bereich der Leitung des DSH-Angebots wird zusätzlich durch die Universität Jena finanziert.

"Wir grenzen uns klar von kommerziellen Sprachschulen ab", so Barkowski. "Für uns steht das Bauen von Sprach- und Kulturbrücken, die universitätsnahe Sprach- und Weiterbildung sowie die Unterstützung unseres Uni-Instituts stets im Vordergrund."


Kontakt:
Prof. Dr. Hans Barkowski
Institut für Auslandsgermanistik/Deutsch als Fremd- und Zweitsprache der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 8, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 944360
E-Mail: hans.barkowski[at]uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de http://www.jendaf.de
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