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Rektor der Universität Bonn besucht Europäische Akademie GmbH

30.11.2009 - (idw) Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH

Universität Bonn und Akademie in Bad Neuenahr-Ahrweiler wollen weiter kooperieren

Bad Neuenahr-Ahrweiler, 30. November 2009. - Der Rektor der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität, Professor Dr. phil. Jürgen Fohrmann, informierte sich in der vergangenen Woche bei einem ersten Informationsbesuch über die Arbeit der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH. Der Literatur- und Medienwissenschaftler Fohrmann, der das Amt des Bonner Rektors seit April dieses Jahres innehat, und Professor Dr. phil. Dr. phil. h.c. Carl Friedrich Gethmann, Direktor der Europäischen Akademie, möchten die Zusammenarbeit ihrer Einrichtungen weiter ausbauen.
Fohrmann wurde zunächst von Gethmann über Entstehung und Inhalt der Arbeit der Akademie informiert. Der Direktor der Akademie erläuterte die Arbeitsweise der auf Zeit eingerichteten interdisziplinären Projektgruppen, in denen Wissenschaftler zu den drei Themenbereichen Technik, Medizin und Umwelt auf Grundlage rationaler Technikfolgenbeurteilung arbeiten. Anschließend wurden Fohrmann zwei der derzeit fünf laufenden Akademie-Projekte vorgestellt. Dr. phil. Thorsten Galert, M.A., präsentierte "Tiefe Hirnstimulation in der Psychiatrie. Empfehlungen zur verantwortlichen Erforschung und Anwendung" und Dr.-Ing. Bert Droste-Franke, Dipl.-Phys., sprach über das Projekt "Energiespeicher und Virtuelle Kraftwerke für die Integration erneuerbarer Energien in die Stromversorgung. Potentiale, Innovationshemmnisse und Umsetzungsstrategien".
Galert erklärte, dass die Tiefe Hirnstimulation, die zunächst bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson Anwendung gefunden hätte, bereits seit einigen Jahren als Behandlungsmöglichkeit für verschiedene psychiatrische Störungen untersucht werde (z.B. bei Depression) - unter der Voraussetzung, dass der Patient ansonsten austherapiert sei. Vor dem Hintergrund der Frage nach der grundsätzlichen ethischen Verantwortbarkeit der Tiefen Hirnstimulation in der Psychiatrie gelte es zu untersuchen, auf welche Weise anerkannte psychiatrische Forschungs- und Praxisstandards modifiziert werden müssten, damit sie den besonderen Erfordernissen dieser Methode gerecht würden.
Droste-Franke, der sein Projekt über den Ausbau erneuerbarer Energien vorstellte, machte darauf aufmerksam, dass bisher noch nicht geklärt sei, welche Strategien und Techniken benötigt würden, um die Versorgungssicherheit weiterhin zu gewährleisten. Ziel des Projekts sei es daher, zunächst Optionen für den Einsatz von Energiespeichern und Virtuellen Kraftwerken für die Integration erneuerbarer Energien in die Stromversorgung auf ihre Zukunftsfähigkeit und Innovationspotentiale hin zu untersuchen und zu einem tragfähigen Konzept zusammenzufügen.
Fohrmann zeigte sich sehr interessiert an der Arbeit der Europäischen Akademie und ihren Projekten und war sich mit Gethmann darin einig, die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Akademie und der Universität Bonn weiter zu intensivieren. Um konkrete Aktivitäten zu planen, wird es demnächst weitere Gespräche geben.

Die Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler gGmbH wurde 1996 vom Land Rheinland-Pfalz und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) gegründet. Direktor der Gesellschaft ist der Philosophieprofessor Dr. Dr. h.c. Carl Friedrich Gethmann. Wissenschaftlich-interdisziplinäre Arbeitsgruppen widmen sich der Erforschung und Beurteilung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen für das individuelle und soziale Leben des Menschen und seine natürliche Umwelt. In wissenschaftlicher Unabhängigkeit führt die Akademie einen Dialog mit Wirtschaft, Kultur, Politik und Gesellschaft. Damit will sie zu einem rationalen Umgang der Gesellschaft mit Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen beitragen.

Weitere Informationen erhalten Sie über die Homepage www.ea-aw.de.
Weitere Informationen: http://www.ea-aw.de
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