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Studium und Ausbildung aus einem Guss

30.11.2009 - (idw) Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Kooperationsvertrag zwischen PTB und der Ostfalia Hochschule unterzeichnet Elektrotechnik im Praxisverbund, kurz ETiP genannt - so heißt das neue Ausbildungsangebot der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Dahinter verbirgt sich einerseits eine betriebliche Ausbildung zur Elektronikerin bzw. zum Elektroniker für Geräte und Systeme in der PTB. Gleichzeitig - und dies ist das Besondere - absolvieren die Auszubildenden ein Studium der Elektrotechnik mit der Fachrichtung Informationstechnik an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Am Freitag, dem 27.11.2009 wurde der Kooperationsvertrag in der PTB von Prof. Dr. Ernst Otto Göbel, Präsident der PTB, Prof. Manfred Peters, Vizepräsident der PTB, Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, Präsident der Ostfalia, und Prof. Dr. Peter Stuwe, Dekan der Fakultät Elektrotechnik der Ostfalia, unterzeichnet.

Die Ostfalia (früher Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel) hat bereits seit 1996 Erfahrungen in der dualen Ausbildung. Zehn ausbildungsintegrierte Studiengänge bietet die Hochschule in Kooperation mit regionalen Betrieben an. Prof. Dr. Peter Stuwe, Dekan der Fakultät Elektrotechnik der Ostfalia, freut sich, dass nun auch die PTB dabei ist: "Die Fakultät Elektrotechnik arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt zusammen. Einige meiner Diplomanden arbeiten inzwischen auch in der PTB und im Bereich des gesetzlichen Messwesens und der Energiemesstechnik bestehen ausgezeichnete Kontakte zwischen der Ostfalia und der PTB. Wir freuen uns daher sehr, mit dem Erfolgsmodel Elektrotechnik im Praxisverbund unsere überaus erfolgreiche und angenehme Zusammenarbeit zukünftig noch weiter zu vertiefen."

Das Studium und die Ausbildung zur/zum Facharbeiter/-in sind eng miteinander verzahnt und inhaltlich aufeinander abgestimmt. Auch die Ausbildungszeit kann sich mit einer Regelstudienzeit von 4,5 Jahren (9 Semester) sehen lassen. Die Vorlesungen werden während des Semesters an der Fakultät Elektrotechnik in Wolfenbüttel besucht. In der vorlesungsfreien Zeit findet die praktische Ausbildung in der PTB statt. "Absolventinnen und Absolventen dieses Studiengangs kennen die Theorie und Praxis gleichermaßen gut. Sie lernen ihren Ausbildungsbetrieb von Anfang an kennen und sind dadurch nach Beendigung ihres Studiums beruflich ohne Übergangsschwierigkeiten sehr gut einsetzbar", so Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach. Weitere Vorteile dieser Ausbildung sind die intensive persönliche Betreuung durch die PTB als Ausbildungsbetrieb. Darüber hinaus zahlt die PTB die Studien- und Semestergebühren sowie eine monatliche Vergütung von rund 900 Euro. Im Gegenzug verpflichten sich die Absolventinnen und Absolventen, bei Bedarf noch zwei Jahre in der PTB zu arbeiten.

Die PTB hat als einer der größten Ausbildungsbetriebe in Braunschweig reichlich Erfahrung mit der beruflichen Qualifizierung. Außerdem beschäftigt sie zurzeit rund 500 wissenschaftliche ausgebildete Mitarbeiter. Und hier könnte es in Zukunft eng werden; bereits jetzt gibt es ein Problem: "Schätzungen zufolge fehlen der Wirtschaft in Deutschland jährlich rund 97 000 Ingenieurinnen und Ingenieure - ein guter Grund für uns, eine solche neue Ausbildung ins Leben zu rufen", sagt PTB-Präsident Prof. Dr. Ernst Otto Göbel.
es/ptb

Ansprechpartner:
Paul Jürgen Dickers, Tel. (0531) 592 9240, E-Mail: paul.j.dickers@ptb.de

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