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DGPPN-Kongress 2009 verzeichnet Besucherrekord

04.12.2009 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

Besucheransturm bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin: 8.612 Wissenschaftler und Ärzte, daneben auch über Pressevertreter und interessiertes Laienpublikum informierten sich vom 25. bis 28. November 2009 bei Europas größtem Psychiatrie-Kongress über Psychische Erkrankungen in der Lebensspanne - dem diesjährigen Leitthema. Die Veranstalter werten den Kongress als außerordentlichen Erfolg. Besonders der hohe Anteil an Medizinstudenten und jungen Wissenschaftlern dokumentiert die Wirkung der DGPPN-Nachwuchskampagne. Am Wochenende ist die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde zu Ende gegangen. Insgesamt 630 Einzelveranstaltungen - darunter u.a. 26 Hauptsymposien und drei Präsidentensymposien, sieben Pro-Con-Debatten, zehn Diskussionsforen, 22 State-of-the-Art-Symposien, 193 Symposien und Forschungsworkshops sowie 16 besondere Veranstaltungen - standen vom 25. bis 28. November 2009 im Internationalen Congress Centrum (ICC Berlin) unter dem Leitthema "Psychische Erkrankungen in der Lebensspanne". Diskutiert wurde unter anderem, wie psychische Erkrankungen verhindert werden können, welche Rolle psychosoziale und biologische Einflüsse spielen sowie eine bedarfsgerechte Versorgung sichergestellt werden kann. Weitere Veranstaltungen drehten sich beispielswiese um die Themen Qualitätssicherung und die Honorierung ärztlicher Tätigkeiten.

Wachsende Beliebtheit des Kongresses
Insgesamt 8.612 Personen, darunter hauptsächlich Wissenschaftler und Ärzte, daneben auch zahlreiche Pressevertreter, Aussteller und Gäste, nahmen am Kongress teil. Das macht ein Teilnehmerplus von fast 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Veranstalter, die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), zeigt sich mit der Kongressbilanz zufrieden: "Das wissenschaftliche Tagungsprogramm überzeugte durch das besonders hohe Niveau", sagt DGPPN-Präsident Prof. Dr. med. Dr. rer. soc. Frank Schneider, Aachen.

"Wir konnnten unsere eigenen Qualitätsmaßstäbe nicht nur einhalten, sondern bei weitem auch übertreffen", so Schneider weiter. Die hohe Anerkennung des Kongresses in der Fachwelt spiegele sich auch in den wachsenden Teilnehmerzahlen wider. Nicht umsonst ist die DGPPN-Jahrestagung inzwischen die größte wissenschaftliche Tagungen auf dem Gebiet der psychischen Erkrankungen und der Neurowissenschaften in Europa. So zieht der Kongress zunehmend auch Wissenschaftler und Ärzte aus dem Ausland an - davon alleine 1.020 aus dem deutschsprachigen Raum.

Nachwuchskampagne zeigt Wirkung
"Besonders freut mich, dass die Zahl der teilnehmenden Studierenden so deutlich gestiegen ist", so Schneider. Mit 857 Studierenden hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Das beweise, dass die Nachwuchskampagne der DGPPN Wirkung zeige. Mit ihrer Aktion "Nur die schnellsten Medizinstudenten gewinnen: 750 Stipendien ausgeschrieben" ermöglichte die DGPPN deutschen Medizinstudenten eine kostenlose Kongressteilnahme. Außerdem wurde ein Teil des Programms gezielt auf die jungen Nachwuchswissenschaftler zugeschnitten. Neben fachlichen-psychiatrischen Veranstaltungen speziell für den Nachwuchs gab es auch Symposien zur Karriereplanung wie auch zur Zukunft des Fachs.

Im Rahmen der DGPPN-Nachwuchskampagne wurden in diesem Jahr insgesamt neun Preise im Wert von 130.000 Euro zur Förderung von Wissenschaft und Forschung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie ausgelobt. Neben bewährten Preisen wie zum Beispiel dem Forschungsförderpreis Imaging in Psychiatrie und Psychotherapie und dem Anti-Stigma-Preis wurden in diesem Jahr weitere neue Preise verliehen. Dazu gehören der Hans-Heimann-Preis, der Preis zur Erforschung von Depressivität bei psychischen Erkrankungen - Emanuela Dalla Vecchia-Preis - sowie der Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus.

Die Preisträger im Einzelnen:

DGPPN-Promotionspreis: Hans-Heimann-Preis 2009 / 24.000 Euro (gestiftet von Servier GmbH)
o Dr. rer. medic. Björn K.-H. Gericke, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Dresden (Doktorand) und Prof. Dr. med. habil. Thomas W. Kallert, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Park-Krankenhaus Leipzig GmbH, Soteria Klinik Leipzig GmbH (Betreuer)
o Dr. med. Leonhard Schilbach, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Köln (Doktorand) und Prof. Dr. Dr. Kai Vogeley, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Köln (Betreuer)
o Dipl.-Psych. cand. med. Sarah Wiethoff, Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Tübingen (Doktorand) und Dr. med. Thomas Ethofer, Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Tübingen (Betreuer)

DGPPN-Anti-Stigma-Preis 2009 / 5.000 Euro (gestiftet von Sanofi-Aventis GmbH)
o Dipl. Psych. Lena Freimüller; Projekt: Antistigma Kompetenz
o Prenzlkomm gGmbH (Berlin); Projekt: Haus Tornow am See
o Andreas Kernchen (Düsseldorf); Projekt: Selbsthilfegruppe Antistigma Düsseldorf

DGPPN-Preis zur Erforschung von Depressivität bei psychischen Erkrankungen - Emanuela Dalla Vecchia Preis 2009/ 20.000 Euro (gestiftet von der Stiftung Depressions-forschung)
o Prof. Dr. med. Ingo Vernaleken, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Aachen

DGPPN-Förderpreis für Studierende zur Erforschung psychischer Erkrankungen - Emanuela Dalla Vecchia Preis 2009 / 5.000 Euro (gestiftet von Stiftung Depressions-forschung)
o Dipl.-Psych. cand.med. Eva Friedel, Charité Berlin

Hans-Jörg-Weitbrecht-Wissenschaftspreis 2009 / 5.000 Euro (gestiftet von Bayer GmbH)
o Dr. Thomas G. Schulze, Assistant Director of Clinical Research am National Institute of Mental Health (NIMH), Bethesda USA

DGPPN-Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus 2009 5.000 Euro
o Jan Tenhaven (freier Journalist) und Jochen Schmutz (freier Journalist), MDR
o Kristin Raabe (freie Journalistin), Deutschlandfunk

DGPPN-Preis für Affektive Erkrankungen 2009 / 15.000 Euro (gestiftet von GlaxoSmithKline GmbH)
o Dr. rer. nat. Eva-Lotta Brakemeier, Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg
o Dr. med. Sara Haack, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

DGPPN-Forschungsförderpreis - Imaging in Psychiatrie und Psychotherapie 2009 25.000 Euro (gestiftet von AstraZeneca GmbH)
o Prof. Dr. med. Simon B. Eickhoff, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Aachen

DGPPN-Psychotherapiepreis 2009 / 5.000 Euro
o Prof.Dr. med. Ulrich Voderholzer, Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg
o Privatdozent Dr. med. Michael Rufer, Psychiatrische Poliklinik, Universitätsspital Zürich

DGPPN-Posterpreise 2009 / 8.000 Euro (gestiftet von Essex GmbH)
o Dr. med. Michael Paulzen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Aachen
o Dr. med. Sarah Kayser, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Bonn
o Dipl.-Psych. Monique Görke, Institut für Physiologie, Charité Berlin
o Dipl.-Psych. Alexander Lischke, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Rostock

Fotos vom Kongress stehen unter http://www.dgppn.de/de_kongress2009-fotos_224.html zum Download bereit. Die Fotos können gerne auch in druckfähiger Auflösung bei n.siller@dgppn.de bestellt werden.


Kontakt:
Prof. Dr. Dr. Frank Schneider
Präsident DGPPN
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsklinikum Aachen
Pauwelsstraße 30
52074 Aachen
Tel.: 0241-80 89633
Fax: 0241-80 82401
E-Mail: fschneider@ukaachen.de
Weitere Informationen: http://www.dgppn-kongress.de
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