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Antworten auf die Bildungsreform-Debatte

08.12.2009 - (idw) Universität Erfurt

Zur Präsentation des Buches "Nach Bologna. Allgemeine Bildung an Europas Universitäten / Bologna Revisited. General Education at Europe's Universities" lädt die Universität Erfurt zusammen mit einem der Herausgeber, Matthias Jung, Fellow am Max-Weber-Kolleg der Erfurter Hochschule, am Dienstag, 26. Januar, nach Erfurt ein. Bereits am Donnerstag, 10. Dezember, präsentiert die Guardini-Stiftung das Buch um 12.30 Uhr in ihrer Galerie am Askanischen Platz in Berlin gemeinsam mit dem Berliner Wissenschafts-Verlag. Nicht nur die deutschlandweiten Studierendenproteste zeigen es: Der Bologna-Prozess, die Vereinheitlichung und Weiterentwicklung des europäischen Hochschulraums, ist in eine Krise geraten, aus der nur eine grundsätzliche Orientierung über Ziele und Inhalte, über die Universität als Ort der Verbindung von beruflicher und persönlich-sozialer Bildung herausführen kann. 15 europäische Universitäten haben sich aus dieser Einsicht heraus zum Netzwerk EUniCult zusammengeschlossen. Der nun vorliegende Sammelband "Nach Bologna. Allgemeine Bildung an Europas Universitäten" dokumentiert die Arbeitsergebnisse der ersten drei Jahre des Netzwerks, zu dessen Gründungsmitgliedern auch die Universität Erfurt zählt. Er enthält grundsätzliche Überlegungen zur allgemeinen Bildung und ihrem Verhältnis zu Europas kultureller Identität, informiert über den Stand der Dinge in den beteiligten Ländern und stellt Leuchtturmprojekte sowie exemplarische Module vor, die deutlich machen, wie der Reformprozess inhaltlich wieder in Gang gebracht werden kann.

Der zweisprachige Band von Matthias Jung und Corina Meyer liefert auf mehr als 400 Seiten Antworten in der aktuellen Debatte um die Bildungsreform und verdeutlicht dabei auch das grundlegende Anliegen des Erfurter Studienkonzepts. So beschreibt beispielsweise Dr. Bettina Hollstein, wissenschaftliche Referentin am Max-Weber-Kolleg, das in Erfurt praktizierte Studium Fundamentale als Best-Practice-Beispiel.

Das Netzwerk EUniCult, das maßgeblich auf Initiative der Guardini Stiftung zustande kam, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Es entwickelt exemplarische Module für ein Bildungsangebot im Sinne der Allgemein- und Persönlichkeitsbildung an Europas Hochschulen. Die Netzwerkpartner verstehen ihren Beitrag als unverzichtbare Ergänzung zur fachlichen und effizienzorientierten Qualifikationsvermittlung wie sie etwa die derzeit heftig diskutierte Bologna-Vereinbarung von 1999 vorsieht.
Weitere Informationen: http://www.eunicult.eu
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