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TU München wird europäischer Forschungs-Knotenpunkt für Klimaschutz und Informationstechnologie

17.12.2009 - (idw) Technische Universität München

Die Technische Universität München (TUM) hat sich mit ihrer Beteiligung an zwei neuen EU-weiten Innovations- und Forschungsverbünden mit geplanten Jahresbudgets von jeweils rund 100 Millionen Euro erfolgreich als europäischer Entwicklungs-Standort für Strategien im Klimaschutz und künftiger IT-Services positioniert. Die sogenannten KICs (Knowledge and Innovation Communities), die das neue Europäische Spitzeninstitut European Institute of Innovation and Technology (EIT) auf den Weg gebracht hat, sind ein langfristiges Format der Innovationsförderung aus Mitteln beteiligter Industriepartner und der EU, angelegt auf durchschnittlich sieben Jahre. Die TUM ist neben der TU Berlin einzige deutsche Universität, die mit ihren Anträgen auf Beteiligung an gleich zwei KICs erfolgreich war. Der Auswahl der neuen Wissens- und Innovationsgemeinschaften "KICs" war ein anspruchsvolles Wettbewerbsverfahren am EIT vorausgegangen. In den KICs sollen beteiligte Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft neue Formen der Zusammenarbeit finden: zur gezielten Forschung und Entwicklung praxisnaher Innovationen und zu deren unternehmerischer Umsetzung. Für ihre Beteiligung am Klima-KIC überzeugte die TUM durch ihre Kompetenzen in der Elektromobilität (Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik, Prof. Bernd Heißing und Prof. Markus Lienkamp), im energieeffizienten Bauen (Lehrstuhl für Bauphysik, Prof. Gerd Hauser) und in der Ökoklimatologie (Prof. Annette Menzel).

Im Klima-KIC wird es unter anderem darum gehen, gemeinsam mit den drei nationalen wissenschaftlichen Partnern (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum und TU Berlin) als Teil des europäischen Konsortiums sowie dessen zehn Industriepartnern neue Wege zur Emissionsreduktion in Städten und zur Klimaverbesserung durch gezielte Steuerung der Vegetation zu finden. "Neben der Forschung werden wir im Verbund aber auch neue industrienahe Lehrangebote entwickeln und Wissenschaftler mit innovativen Ideen bei Ausgründungen unterstützen", erklärt der TUM-Physikprofessor Ulrich Stimming, Koordinator der KIC-Aktivitäten an der TU München.

Eine weitere KIC im IT-Bereich unter dem Titel "EIT ICT Labs" verfolgt das Ziel, neue IT-Dienste zu entwickeln und zur Anwendung zu bringen. Die von Berlin aus koordinierte deutsche Gemeinschaft, in der die TU München einen wichtigen Knotenpunkt darstellt, soll dazu beitragen, Europa global führend in den Informations- und Kommunikationstechnologien zu machen. Die TUM überzeugte hier mit ihrem Vorsprung im Forschungsgebiet Cyber-Physical Systems: "Künftige neue Dienste werden physikalische Informationen mit aufnehmen und kommunizieren, zum Beispiel aktuelle Temperaturen kleinräumig abfragbar machen über das Internet. So könnten etwa Autofahrer online vor vereisten Straßen oder hohem Verkehrsaufkommen gewarnt werden", erklärt Professor Manfred Broy vom TUM-Institut für Informatik, einer der Direktoren des von TUM und LMU München geführten Centers for Digital Technology and Management (CDTM) in München, wo die Cyber-Physical Systems TUM-Arbeitsschwerpunkt sind.

Deutsche Hauptpartner für die TUM sind im KIC "EIT ICT Labs": die Deutsche Telekom AG, TU Berlin, Fraunhofer-Gesellschaft, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, SAP AG und Siemens AG.

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