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Werbespots für die Bildung? Qualität spricht für sich!

19.12.2009 - (idw) Hochschule Pforzheim

Tragen Werbespots zur Qualität der Bildung bei? "Die Attraktivität einer Hochschule misst sich nicht nach ihren Marketingaktivitäten", erklärte Professor Dr. Martin Erhardt. Gelder in Hörfunkspots oder sonstige kommerzielle Werbeaktivitäten zu verschwenden, sei nicht der richtig Weg, kommentierte der Rektor der Hochschule Pforzheim die aktuellen Bemühungen einer sächsischen Universität um zukünftige Studierende. Engagierte Studierende, sehr gute Evaluierungen der Lehre, hervorragende Rankings, anspruchsvolle Forschung und von dieser Ausbildung überzeugte Unternehmen zeichneten eine Hochschule aus, von bundesweiten Werbespots einzelner Hochschulen hält der Pforzheimer Rektor wenig. "Das Geld könnte sinnvoller eingesetzt werden", so Erhardt. Moderne Forschungseinrichtungen, gute Betreuungsverhältnisse, ein herausragender Service und kurze Kommunikationswege zwischen Professor und Studenten seien für die künftigen Akademiker wesentliche Aspekte bei der Wahl der Ausbildungsstätte. Dies gilt auch für die Möglichkeiten im Ausland ein Praktikum oder ein Semester zu absolvieren. In Pforzheim wird dies durch ein gut ausgebautes internationales Netzwerk gefördert. In Studiengängen mit einem Double Degree - Abschluss sind sie sogar verpflichtend.

Die 23 Bachelor-Studiengänge an der Hochschule Pforzheim sind grundsätzlich 7semsterig angelegt. Die Hochschule strich bei der Umstellung auf das Bolognasystem eines von zwei Praxissemestern und war so nicht gezwungen, ein ursprünglich auf acht Theoriesemester angelegtes Studium auf sechs einzudampfen. Die traditionell starke Verzahnung des Fachhochschulstudiums mit der Praxis, die konsequente, kontinuierliche Prüfung der Lerninhalte und die forcierte Einbeziehung der Studierenden in die Gremien und Entscheidungen verhinderte eine Überfrachtung des Studiums.

Die Hochschule fördert den "Blick über den Tellerrand". "Wir wollen ebenso wenig wie die Industrie reine Theoretiker", skizziert der Rektor. Praxiserfahrung wird an der Hochschule Pforzheim groß geschrieben. Im Gegensatz zu den Universitäten fördert die Hochschule den intensiven frühzeitigen Austausch durch Projektarbeit, Werkstudien, Praktika und die Möglichkeit, die Abschlussarbeiten im Unternehmen zu schreiben. Vielfach werden im Vorfeld Kontakte geknüpft, die den Übergang ins spätere Berufsleben stark vereinfachen. "Bei den Unternehmen gelten der Bachelor und Master als vollwertige Abschlüsse", stellte Erhardt fest. "Etwas anderes können nur Ahnungslose behaupten, die die Nachteile des alten Systems nicht kennen oder heute nicht mehr kennen wollen." Die Aufteilung des tertiären Bildungssektors in Fachhochschule und Universität entfällt nach der Bolgona-Reform. "Die Abschlüsse sind gleichwertig wenn auch andersartig!"

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