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Comenius-Projekt PAM-INA

21.12.2009 - (idw) Pädagogische Hochschule Freiburg

Identifikation mit Europa: Das europäische Comenius-Projekt PAM-INA (Perception, Attitude, Movement - Identity Needs Action) beschäftigt sich mit den diesbezüglichen Anforderungen an einen Bildungsauftrag im 21. Jahrhundert. Europäische Identität - was ist das im Zeitalter der "Minarett-Diskussion"?
In einer Zeit, in der in vielen Ländern Europas zum Teil sehr heftige Diskussionen entbrannt sind, in wie weit religiöse, nicht-christliche Symbole offen gezeigt oder gar errichtet werden (dürfen), wird die Frage nach einer Identifikation mit Europa zunehmend bedeutsam.

Das Projekt PAM-INA (die Abkürzung steht für: Perception, Attitude, Movement - Identity Needs Action) hinterfragt die "althergebrachten" Argumente für eine Identifikation mit "Europa" (Erbe des christlichen Abendlandes, Wiege der antiken Kultur etc.) vor dem Hintergrund einer steigenden Migration, aber auch vor dem Hintergrund einer Kulturen- und Sprachenpluralität, die wir in Europa zweifelsohne haben und bewahren sollten.

An der Pädagogischen Hochschule Freiburg wird ein europäisches Comenius-Projekt koordiniert, das sich mit Aspekten einer europäischen Identität beschäftigt. Gemeinsam mit Wissenschaftler/innen der Universität Lyon (Frankreich), der Mälardalen Universität Eskilstuna (Schweden), der Pädagogischen Universität Krakau (Polen), der Universität Ljubljana (Slowenien), der Universität der Ägäis (Lesbos), der Europäischen Universität Zypern und des Pädagogischen Hochschule Freiburg St. Mary's University College Belfast versucht das Team der Pädagogischen Hochschule Freiburg zunächst die Bedeutung Europas für die schulische Ausbildung auf der Sekundarstufe I und II zu analysieren, um anschließend darauf aufbauend Material zu entwickeln, das es sowohl Lehrkräften als auch Schülerinnen und Schülern ermöglichen soll, sich differenziert zu einigen Aspekten Europas auseinander zu setzen. Dabei ist das Ziel nicht primär das, was gemeinhin als europäische Identität bezeichnet wird, sondern viel mehr die Frage, ob es eine solche überhaupt geben kann und wie diese dann aussehen sollte.

Das Konsortium ist davon überzeugt, dass eine Reflexion über Europa stattfinden muss und dass es hierfür möglich und nötig ist, den von Schule betroffenen Personen für eine konstruktive Auseinandersetzung Material an die Hand zu geben.

Das erste Treffen der Arbeitsgruppe im Dezember 2009 in Freiburg war dem Startpunkt der Arbeit gewidmet. Es ging hier vor allem darum, die konkreten Kriterien für die Analyse der Bildungspläne vor dem Hintergrund ihrer Auseinandersetzung mit Europa zu erarbeiten.

Pluralität für Europa verlangt, dass Schule sich dem Bildungsauftrag stellt, der ihr auf den Weg gegeben wurde. Ein (wichtiges) Ziel ist die Erziehung zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern. Mündig heißt in diesem Kontext, sich kritisch-konstruktiv mit sozialen, politischen, kulturellen, geschichtlichen Begebenheiten auseinandersetzen zu können. Und das ist das oberste Ziel von PAM-INA.

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