Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 18. November 2019 

Virtuelle Werkzeugmaschine für die Hochschule Lausitz

24.12.2009 - (idw) Hochschule Lausitz (FH)

Über einen Fördermittelbescheid in Höhe von fast 150.000 Euro können sich kurz vor dem Jahresende Lehrende und Studierende des Fachbereiches Informatik/ Elektrotechnik/ Maschinenbau der Hochschule Lausitz in Senftenberg freuen. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg bewilligte einen Antrag des Studiendekans Maschinenbau, Prof. Dr. Thomas Meißner, und von Prof. Dr. Sylvio Simon, der die Professur Werkzeugmaschinen innehat.

Kernstück des Fördermittelbescheides ist eine virtuelle Werkzeugmaschine, ein Programmsystem für die Professur Werkzeugmaschinen. Diese jetzt angeschaffte virtuelle Maschine ist das Computermodell eines im Werkzeugmaschinenlabor der HL vorhandenen Bearbeitungszentrums.

Die virtuelle Maschine wird in der Lehre für die gesamte Produktionsvorbereitung innerhalb der CAx-Kette eingesetzt und geht damit deutlich weiter als die bisherige CNC Programmierung (CNC steht für Computerized Numerical Control/ computerisierte numerische Steuerung).

Jetzt ist es nicht nur möglich, den Fertigungsprozess, sondern auch die Nebenprozesse, wie Maschinenbeschickung, Justieren der Werkstücke, Spannvorgänge und Messvorgänge, zu simulieren. Wie Professor Simon informiert, stellt die virtuelle Werkzeugmaschine im Studiengang Maschinenbau der Hochschule Lausitz ein Alleinstellungsmerkmal in den neuen Bundesländern dar. So sind nach seiner Information virtuelle Werkzeugmaschinen bisher lediglich an ca. fünf Hochschulen in den alten Ländern installiert.

Zusammen mit der virtuellen Maschine wurden 30 Rechnerarbeitsplätze, je 15 im CAD-Labor (CAD steht für Computer Aided Design/ mit Computer unterstützte Konstruktion) und 15 im CAx-Labor, erneuert. Ebenso wurde die notwendige Software beschafft, die die gesamte Prozesskette der virtuellen Produktentwicklung und des Produktdatenmanagements abbildet. Damit können jetzt wesentliche Ausbildungsinhalte im konstruktiven Bereich (Richtung Konstruktion) und im fertigungstechnischen Bereich (Richtung Produktion) zusammenhängend abgebildet, Produkte modelliert, gestaltet und virtuell gefertigt werden.

Für Professor Simon, der die Professur Werkzeugmaschinen an der Hochschule Lausitz erst im November 2008 übernommen hat, stellen die Beschaffung der virtuellen Maschine und die dazugehörige Rechnerneuausstattung wesentliche Bereicherungen und Modernisierungen der Werkzeugmaschinenlabors dar. "Damit können praxisrelevante Inhalte mit modernster Technik vermittelt werden", erklärt Professor Simon.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Sylvio Simon
Hochschule Lausitz (FH)
Fachbereich Informatik/ Elektrotechnik/ Maschinenbau
Tel.: 03573 85-425
E-Mail: Sylvio.Simon hs-lausitz.de
Weitere Informationen: http://www.hs-lausitz.de/fachbereiche/iem.html - zum Internetauftritt des Fachbereiches Informatik/ Elektrotechnik/ Maschinenbau der Hochschule Lausitz
uniprotokolle > Nachrichten > Virtuelle Werkzeugmaschine für die Hochschule Lausitz
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/190138/">Virtuelle Werkzeugmaschine für die Hochschule Lausitz </a>