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Sicherheit im weltweiten Containertransport: Neues Institut für Maritime Logistik an der TUHH

29.12.2009 - (idw) Technische Universität Hamburg-Harburg

Die Optimierung des Güterumschlags in Häfen sowie des Seetransports stehen am neuen Institut für Maritime Logistik der TU Hamburg-Harburg (TUHH) im Zentrum der Forschung. Unter dem Primat des Klimaschutzes geht es stets auch darum, Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Zudem verlangt die Politik verschärfte Sicherheitsvorschriften im weltweiten Containertransport. "Unsere Aufgabe ist es, innovative Lösungen zu entwickeln und neue Impulse zu liefern", sagt der Leiter des neuen Instituts, Prof. Dr.-Ing. Carlos Jahn. Der 43-jährige Ingenieur wird in Personalunion Chef des neuen Fraunhofer-Centers für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML) in Hamburg. Zu den Forschungsaufgaben des neuen Instituts an der TU Hamburg-Harburg werden vor allem die Logistikplanung von Seehäfen, Wasserwegen und Terminals, die durchgängige Prozessgestaltung vom Schiff bis zur Hinterland-Anbindung sowie die Erstellung von maritimen Prognosen und Studien gehören. Geplant ist eine Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern etablierter Forschungsschwerpunkte der TUHH speziell auf den Gebieten der Maritimen Systeme, der Selbstorganisierenden Sensor- und Datenfunknetze, der Bauwerke am und im Wasser, der Verkehrslogistik sowie des DFG-Graduiertenkollegs "Seehäfen für Containerschiffe zukünftiger Generationen". In seiner Doppelfunktion als Leiter des neuen Instituts wie auch des Fraunhofer-Centers will Carlos Jahn vor allem vorhandene Kompetenzen in der Wissenschaft in Hamburg sowohl in der Logistik als auch in den maritimen Ingenieurwissenschaften bündeln und neue Synergien erzielen: "Es gibt vielversprechende Anknüpfungspunkte für eine gemeinsame Forschung."
Für seine neuen Aufgaben in der Maritimen Logistik in Hamburg ist er geradezu prädestiniert: Der gebürtige Niedersachse aus Osterode am Harz begann seine berufliche Laufbahn 1985 bei der Marine: Er startete als Matrose zur See, absolvierte danach ein Studium des Maschinenbaus an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg, fuhr danach als Offizier zur See und absolvierte während dieser Zeit ein berufsbegleitendes Studium in Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen. 1994 wechselte der Ingenieur in die Wissenschaft, zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Leiter der Abteilung für Logistiksysteme und -netze des Fraunhofer-Instituts in Magdeburg. In dieser Zeit wurde er an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg über Logistik-Modelle für das Recycling in der Warenproduktion promoviert. Erfahrungen in der Industrie sammelte der Ingenieur und Kaufmann als Leiter der Logistik eines mittelständischen Maschinenbau-Unternehmens in Nordrhein-Westfalen. Vor seinem Ruf an die TUHH lehrte Prof. Dr.-Ing. Carlos Jahn am Department Maschinenbau und Produktion der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Als Offizier zur See erwarb Carlos Jahn das nautische Patent zum Führen von Frachtschiffen und gehört als Professor der TUHH zu den wenigen Ingenieurwissenschaftlern in Deutschland, die ein Containerschiff steuern dürfen.
Das neue Institut für Maritime Logistik ist Teil des Studiendekanats Management-Wissenschaften und Technologie der TUHH und stärker als das Vorgänger-Institut für Schiffsbetrieb, Seeverkehr und Simulation - dessen Leiter Professor Jens Froese in den Ruhestand getreten ist - logistisch ausgerichtet.
Weitere Informationen: http://www.tuhh.de Anhang
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