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BfN zeigt Wege zu einer erfolgreichen Kooperation im Schutzgebietssystem Natura 2000

04.01.2010 - (idw) Bundesamt für Naturschutz

Naturschutz/ FFH/ Natura 2000/
BfN zeigt Wege zu einer erfolgreichen Kooperation im Schutzgebietssystem Natura 2000
o Themen: Rohstoffabbau, Militärische Übungsplätze, Bundeswasserstraßen, Grundwassernutzung
o Neue Broschüre stellt Pilotprojekte und abgestimmte Nutzungskonzepte vor

Bonn, 4. Januar 2010: Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) wirbt mit seiner heute erschiene-nen Broschüre "Natura 2000 - Kooperation von Naturschutz und Nutzern" für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Naturschutz und Nutzern im europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000. Die Broschüre stellt Pilotprojekte und abgestimmte Nutzungskonzepte innerhalb von europäischen Natura 2000-Gebieten in den Bereichen Rohstoffabbau, militärische Übungsplätze, Bundeswasserstraßen und Grundwasserentnahme vor.

In den Natura 2000-Gebieten stehen der Schutz gefährdeter Lebensräume sowie Tier- und Pflanzenarten im Vordergrund. Die Schutzgebiete sind jedoch keine abgeschotteten "Inseln", in denen jegliche Nutzung ausgeschlossen wäre. Der Mensch wird auch zukünftig mit wirtschaftli-chen Nutzungen in vielen Natura 2000-Gebieten gestaltend tätig sein. Diese Nutzungen sollen aber möglichst naturverträglich und im Einklang mit den Schutzzielen der Gebiete gestaltet werden. So können dauerhafte Nutzungen, die bereits vor der Ausweisung der Schutzgebiete bestanden, sofern sie zu keiner Verschlechterung des Erhaltungszustandes führen in den Schutzgebieten weiterhin durchgeführt werden. Dies gilt auch für neue Vorhaben, die nach einer speziellen FFH-Verträglichkeitsprüfung genehmigt wurden.

In der Vergangenheit standen sich Naturschutz und verschiedene Nutzungsbereiche häufig konfrontativ gegenüber. "Ich bin davon überzeugt, dass am Ende beide Seiten gewinnen, wenn Naturschutz und Nutzer zu Partnern werden", sagte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. "Der Naturschutz durch den Erhalt der biologischen Vielfalt sowie eine gestärkte Akzeptanz für seine Ziele, die Gesellschaft durch die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen und - nicht zuletzt - die Nutzer durch Planungs- und Investitionssicherheit als wesentliche Voraussetzungen für eine nachhaltige wirtschaftliche Tätigkeit."

Die Broschüre gibt Einblicke in die manchmal nicht einfache, aber letztlich oft erfolgreiche Zusammenarbeit von Naturschutzbehörden und verschiedenen Nutzern. Die vorgestellten Projekte stehen beispielhaft für die zunehmende Zahl gelungener Kooperationen von Naturschutz und Nutzern im Schutzgebietsnetz Natura 2000 und sollen auch anderen Akteuren - sei es im Naturschutz, sei es auf Seiten der Nutzer - Anregungen für ein erfolgreiches Miteinander geben.

Hintergrundinformationen:
Das Schutzgebietsnetz Natura 2000 und besondere Schutzbestimmungen zu europaweit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten sind die Grundpfeiler der gemeinsamen Naturschutzbemü-hungen in der Europäischen Union. In Deutschland umfasst das Schutzgebietsnetz Natura 2000 15,3% der Landesfläche und setzt sich aus den nach FFH- und Vogelschutzrichtlinie gemeldeten Gebieten zusammen.
Ausführliche Informationen finden Sie unter: http://www.bfn.de/0316_natura2000.html

Die Broschüre wurde im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens des BfN "Integration von nicht land-, forst- und fischereiwirtschaftlicher Nutzungen in das Management von Natura 2000" (FKZ: 350782190) unter Beteiligung der Bundesländer und zahlreicher externer Fachleute erstellt. Das Vorhaben wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

Hinweis:

Die Broschüre "Natura 2000 - Kooperation von Naturschutz und Nutzern" ist kostenlos über die Pressestelle des Bundesamtes für Naturschutz (presse@bfn.de) zu beziehen.

Hinweis zum Jahr der Biodiversität:
Die UNO hat 2010 zum Internationalen Jahr der Biodiversität erklärt. Damit bieten sich allen Akteuren in Bund, Ländern, Gemeinden, Wirtschaft, NGOs, Wissenschaft und anderen Interessierten die Gelegenheit, während einer Phase erhöhter Aufmerksamkeit mit den Stakeholdern in einen Dialog über Biodiversität zu treten. Weitere Information unter www.kalender.biologischevielfalt.de

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