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Hallesche Universitäts-Frauenklinik übernimmt erneut eine Vorreiterrolle - Zertifizierung als Gynäkologisches Krebsze

19.01.2010 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Die hallesche Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie ist als Gynäkologisches Krebszentrum zertifiziert worden. Bereits seit fünf Jahren ist die Klinik ein anerkanntes Brustzentrum. Die hallesche Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie übernimmt wieder eine Vorreiterrolle in den neuen Bundesländern. Nachdem die Klinik bereits die erste Frauenklinik in den fünf Ländern (außer Berlin) mit einem zertifiziertem Brustzentrum war, erhielt die Einrichtung nun die Anerkennung durch die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie der Deutschen Krebsgesellschaft und darf sich zertifiziertes Gynäkologisches Krebszentrum nennen. Mit diesen Zentren, die sich einer strengen Qualitätskontrolle unterwerfen sowie die Strukturen und Abläufe der Behandlung standardisieren müssen, soll die Versorgungsqualität der Patientinnen in Deutschland verbessert werden.

"Ein zertifiziertes Zentrum zeigt, dass es eine geeignete Versorgungsstruktur aufweist, Operationen und medikamentöse Therapien leitliniengerecht durchführt und über eine ausreichende Patientenzahl bereut", sagt Professor Dr. Christoph Thomssen, Direktor der Klinik. Die Erfahrung mit den Brustzentren habe gezeigt, dass dort die Patientinnen eine um 30 Prozent höhere Lebenserwartung haben als wenn sie sich in einer anderen Einrichtung behandeln lassen würden. Im halleschen Gynäkologischen Krebszentrum arbeiten die Kliniken für Gynäkologie, Diagnostische Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin sowie Innere Medizin IV (Onkologie und Hämatologie) sowie das Institut für Pathologie zusammen. Kooperationen bestehen mit dem Tumorzentrum der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie der Sachsen-Anhaltinischen Krebsgesellschaft.

"Wir bieten gemeinsam mit unseren Partnern die komplette Diagnostik und Therapie bei bösartigen Tumoren des weiblichen Genitales an." Ein fächerübergreifender Austausch sei jederzeit möglich. In einer speziellen Sprechstunde können sich Betroffene vorstellen. Dort erfolgen die Diagnostik sowie die Besprechung der Befunde und Therapieoptionen. Zudem führen die Ärztinnen und Ärzte die Tumornachsorge durch: "Wir begleiten die Patientinnen über einen langen Zeitraum", so Professor Thomssen. Dies gewährleiste eine stabile Arzt-Patientinnen-Betreuung. Den Patientinnen wird darüber hinaus eine psychologische Betreuung sowie eine Maltherapie angeboten.

In den gynäkologischen Krebszentren werden beispielsweise Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs therapiert. Fachärzte mit dem Schwerpunkt "Gynäkologische Onkologie" sowie mit der Zusatzbezeichnung "Medikamentöse Tumortherapie" sorgen für die Anwendung modernster diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten. Zudem hätten diese Ärzte eine umfassende Erfahrung auf dem Gebiet der Krebsoperationen, betont Professor Thomssen. "Die Patientinnen sollen von diesem Erfahrungsschatz profitieren." So sei die Operation eines Ovarialkarzinoms sehr aufwändig und bedürfe einer hohen, auch technischen Expertise. Zudem werden im Gynäkologischen Krebszentrum nationale und internationale klinische Studien durchgeführt, die modernste Behandlungsmethoden anbieten. "Die Erfahrung zeigt zudem, dass mit einer hohen Fallzahl und einer damit einhergehenden Expertise sich die Behandlungserfolge steigern lassen", sagt der Klinikdirektor. Darum müssen die Krebszentren auch bestimmte Fallzahlen erfüllen, um zertifiziert zu werden. In Halle runden verschiedene Forschungsaktivitäten, beispielsweise die Suche nach Prognosefaktoren, das Gynäkologische Krebszentrum ab.


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