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"Oft bin ich wie ohnmächtig vor Schmerz" - Große Künstler und ihre Erkrankungen

21.01.2010 - (idw) Medizinische Hochschule Hannover

Vortragsreihe von MHH-Kunstforum und Patientenuniversität startet am 28. Januar über den Maler Alexej von Jawlensky / Lernstationen zum Thema chronische Polyarthritis Krankheitsgeschichten großer Künstler sind wie Vergrößerungslinsen. Sie zeigen die vielfältigen Aspekte der krankheitsbedingten Leidenserfahrung auf, den Umgang mit Krankheit und die kreative Bewältigung von Kranksein. Sie sind gleichzeitig Spiegelbilder der Möglichkeiten und Grenzen der Medizin in der jeweiligen Zeit. Kunsthistorisch eröffnen sie neue Sichtweisen vom Leben und Werk des Künstlers. Das MHH-Kunstforum und die Patientenuniversität eröffnen ihre gemeinsame Vortragsreihe "Große Künstler und ihre Erkrankungen" mit Beiträgen über den expressionistischen Maler Alexej von Jawlensky (1864-1941). Jawlensky litt an chronischer Polyarthritis, einer Autoimmunerkrankung, die sich unter anderem in Entzündungen der Fingergelenke zeigt und die sein künstlerisches Schaffen seit dem Ende der zwanziger Jahre stark beeinflusste. Geplant ist, in weiteren Veranstaltungen auch die Geschichte und das Schicksal von Dichtern und Musikern näher zu beleuchten.

Wir laden alle Interessierten ein, den Vortrag und die Lernstationen zu besuchen am

Donnerstag, 28. Januar
von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr
Hörsaal F, Gebäude I1, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover.

Die Kunsthistorikerin Angelica Jawlensky Bianconi, Enkelin des Malers, wird in ihrem Vortrag das Leben und Werk ihres Großvaters aus kunsthistorischer Sicht darstellen. Professor Dr. Henning Zeidler, ehemaliger Direktor der MHH-Klinik für Rheumatologie, informiert über das Krankheitsbild des Künstlers. Im Anschluss an die Vorträge können die Besucher an diversen Lernstationen, ähnlich wie bei der Patientenuniversität, mehr über chronische Polyarthritis erfahren.

Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Bärbel Sturm, Patientenuniversität, unter Telefon (0511)-532 4444.

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