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Erfolgreicher Bologna-Tag an der Universität Hildesheim

21.01.2010 - (idw) Universität Hildesheim

Zu einem vollen Erfolg wurde der erste Bologna-Tag der Stiftung Universität Hildesheim. Die Hochschulleitung hatte gemeinsam mit dem AStA und dem StuPa zu diesem Tag aufgerufen und eingeladen - mehrere hundert Studierende folgten der Einladung und nahmen an Vorträgen, Workshops und Diskussionen lebhaften Anteil. Mit fast 40 Einzelveranstaltungen dürfte dieser Bologna-Tag in Niedersachsen einzigartig sein. Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich begrüßte die Studierenden bei einem Frühstücksempfang in der Mensa: "Wir wollen mit Ihnen gemeinsam diskutieren, was wir am Bologna-Prozess korrigieren müssen. Sie müssen uns sagen, was korrigiert werden muss und wir müssen Ihnen sagen, was zu korrigieren möglich ist." Der Vizepräsident für Lehre, Professor Dr. Toni Tholen, der diesen Tag federführend konzipiert und organisiert hatte, ermunterte die Studierenden zur Mitarbeit: "Die berechtigten Proteste dürfen nicht einschlafen, wir müssen uns darüber klar werden, was uns gute Lehre bedeutet." Tholen dankte besonders den studentischen Gremien für die fruchtbare Zusammenarbeit in der Organisation dieses ersten hochschulweiten Bologna-Tages. Darüber hinaus betonte der Vizepräsident, dass der Bologna-Tag ein wichtiges Element des sich erfolgreich entwickelnden Qualitätsmanagements der Universität sei.
Nach dem Frühstücksempfang und einem Kurzvortrag über die Stationen des Bologna-Prozesses hatten Studierende und Lehrende die Gelegenheit, ihre Anliegen, Fragen und Forderungen in zahlreichen Workshops zu konkretisieren. Dabei wurde unter anderem nach der Studierbarkeit gefragt, nach der Qualität der Lehre, nach Prüfungsformen und Leistungsnachweisen, nach studentischer Mobilität, studentischer Partizipation und vielem mehr. Daneben fanden verschiedene Instituts- und Studiengangsversammlungen statt, in denen ebenfalls über Verbesserungen des Bologna-Prozesses und die Verwendung von Studienbeiträgen diskutiert wurde.
Die Ergebnisse der Workshops und Institutsversammlungen wurden am späten Nachmittag in einer Vollversammlung präsentiert und diskutiert. Unter der Moderation der Studentin Stefanie Endres vom AStA und unter Beteilung zahlreicher Lehrender stellten die Protokollanten der Workshops die intensiven Diskussionen zusammengefasst vor und gaben Raum, die einzelnen Punkte in der Vollversammlung zu hinterfragen. In einer lebhaften Diskussion wurden so zahlreiche Verbesserungsvorschläge gesammelt, die in einer abschließenden Konferenz als Empfehlungen an die Studienkommissionen weitergegeben wurden. Dazu gehören unter anderem die Verstärkung der Wahlmöglichkeiten für Studierende innerhalb ihres Studiums, die Reduzierung der Anzahl der Prüfungen, die Überprüfung alternativer Prüfungsmöglichkeiten und die der Organisation der Prüfungen und Klausuren, sowie der Abbau von Mobilitätsbarrieren.
Zum Abschluss des Bologna-Tages zeigte sich Universitätspräsident Friedrich im Namen aller Mitverantwortlichen für diesen umfassenden Bologna-Tag zufrieden: "Das war ein Tag, an dem die Vorstellungen der Studierenden Raum bekommen haben. Der Ertrag dieses ungewöhnlichen Tages ist sehr wichtig für uns." Friedrich stellte in Aussicht, einen solchen Tag, mit Raum für hochschulweite Diskussionen und gemeinsame Aktionen, zukünftig regelmäßig zu veranstalten und rief die Studierenden und Lehrenden dazu auf, ein Konzept für einen jährlichen "Dies academicus" zu entwickeln, um die Kultur des Miteinader weiter zu befördern.

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