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Rechtsdogmatik und Rechtspolitik - eine verkannte Verknüpfung?

27.06.2003 - (idw) Universität Trier

Das Institut für Rechtspolitik an der Universität Trier lädt im Rahmen des Rechtspolitischen Kolloquiums ein zu einem Vortrag von Prof. Dr. Ders. h.c. Bernd Rüthers, Professur für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Handelsrecht, Rechtstheorie (em.), Universität Konstanz, zu dem Thema "Rechtsdogmatik und Rechtspolitik - eine verkannte Verknüpfung?", Montag, 30. Juni 2003, 18 Uhr c.t., HS 7.

Rechtsdogmatik ist ein schillernder, vieldeutiger Begriff. Wie alle zentralen juristischen Begriffe, ist er auch dem gesellschaftlichen und politischen Wandel ausgesetzt. Das wird an der Zeitgebundenheit juristischer Dogmen augenfällig. Besonders anschaulich werden die Strukturen der Dogmatik durch den schleichenden Verfassungswandel vom Gesetzesstaat (Rechtsstaat) zum Richterstaat betroffen. Damit ändert sich auch die traditionelle Rolle der Rechtswissenschaft. Sie übernimmt, als Bewahrerin rechtshistorischer und -politischer Erfahrungen, verstärkte Dienst-, Angebots- und Kritikfunktionen bei der Entstehung und Stabilisierung neuer Rechtsgrundsätze im Bereich der richterlichen Rechtsfort- und Rechtsumbildung. Rechtsdogmatik und Rechtspolitik erweisen sich aus der Sicht des Referenten als ein untrennbarer Zusammenhang. Rechtsdogmatik kann als "kristallisierte" Rechtspolitik verstanden werden. Sie wird durch ein systemwidrig wucherndes Richterrecht von Erosion bedroht.

Universität Trier
Pressemitteilung 139/2003
Pressestelle
Leitung: Heidi Neyses
Tel.: 0651/201-4238
Fax: 0651/201-4247
E-Mail: neyses@uni-trier.de
E-Mail: presse@uni-trier.de
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