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Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz - beispielhafte Lehre ausgezeichnet

01.07.2003 - (idw) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

1822-Universitätspreis für exzellente Lehre vergeben / Neue Ausschreibung im kommenden Wintersemester

FRANKFURT. Manfred Schubert-Zsilavecz, Professor für Pharmazeutische Chemie, ist der diesjähriger Preisträger des 1822-Universitätspreises für exzellente Lehre. Im Rahmen einer Feierstunde auf dem Campus Westend haben heute Oberbürgermeisterin Petra Roth, der Vorstandsvorsitzende der 1822-Stiftung, Klaus Wächter, und Präsident Prof. Rudolf Steinberg die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung dem Preisträger überreicht.

Mit dem 1822-Universitätspreis werden Hochschullehrer an der Universität Frankfurt ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um die grundständige Ausbildung der Studierenden bemühen. Wächter sagte, Motivation für die Stiftung des Preises sei die Tatsache, dass die Lehre stets ein wenig im Schatten der Forschung stünde. Man wolle mit dem Preis die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Bedeutung und die hohe Qualität der Lehre an der Universität Frankfurt lenken und für die Hochschullehrer einen Anreiz schaffen, neue attraktive Wege in der Lehre zu gehen. In Zukunft sei ein anspruchsvolles Bildungsangebot für die Jugend immer wichtiger, wobei die Chancen für eine 'Bildungsoffensive' nicht schlecht stünden. Nach der neuesten Shell-Studie sei der Wille zu mehr an Leistungsbereitschaft bei der Jugend da. Unser Ausbildungssystem müsse diese positiven Impulse aufgreifen und in effiziente Bahnen lenken.

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Verbesserung von Berufschancen sei dabei ein ganz entscheidendes Element. Darin, so Steinberg, wisse er sich mit dem Stifter des Preises, der 1822-Stiftung, einig. Mit diesem Preis könne man darauf in besonders eindrücklicher Weise hinweisen.

Bei der Entscheidung der Preisvergabe habe die Jury, so Prof. Jürgen Bereiter-Hahn, designierter Vizepräsident, besonderen Wert darauf gelegt, eine Persönlichkeit auszuzeichnen, die nicht nur über herausragende didaktische Fähigkeiten verfüge, sondern sich noch darüber hinaus besonders für die Lehre engagiere und sich für die Verbesserung der Studienbedingungen einsetze.

Mit Prof. Schubert-Zsilavecz wird ein Hochschullehrer gewürdigt, der in der Lehre Maßstäbe mit Vorbildcharakter setzt. Mit der Gründung der Sommer- und Winterschule, die er regelmäßig verantwortlich organisiert, hat er wesentlich zu der besonders intensiven Lehr-Lern-Situation in der Frankfurter Pharmazie beigetragen. Eine Woche verbringen Studierende und Lehrende der Pharmazie in der Steiermark. Neben der Vorbereitung auf das Erste Staatsexamen finden wissenschaftliche Veranstaltungen statt, aber auch die 'Outdoor'-Freizeitgestaltung - je nach Jahreszeit vom Rafting bis zum Skifahren - kommt dabei nicht zu kurz. In der Begründung des Vorschlags betonen die Studierenden das große Engagement aller Professoren der Pharmazie, sie sehen in Prof. Schubert-Zsilavecz, der auch Studiendekan des
Fachbereichs ist, den 'Motor' einer positiven Entwicklung in der Pharmazie. Mit ganz konkreten und belegbaren Erfolgen: Die Studierenden aus Frankfurt schneiden bei den bundeseinheitlichen Prüfungen unterdessen gut ab, nachdem sie über lange Jahre eher unter dem Durchschnitt lagen. Und die Frankfurter Pharmazie liegt im aktuellen Stern-CHE-Hochschulranking im Urteil der Studierenden auf dem 1. Platz und im Urteil der Professoren auf dem 2. Platz!

Schubert-Zsilavecz selbst betrachtet die Motivation der Studierenden und den persönlichen Kontakt zwischen Hochschullehrer und Studierenden als wesentliche Faktoren des Studienerfolgs.

Das Vorschlagsrecht für Preisträger liegt bei den Studierenden und wird über die Fachschaften und die Studiendekane an die Jury weitergeleitet; insgesamt waren in diesem Jahr 11 Hochschullehrer aus 10 Fachbereichen vorgeschlagen worden. Der Preis wird auch im kommenden Jahr wieder vergeben. Die Auslobung erfolgt im Herbst.

Informationen: Heidemarie Barthold, Referentin für Lehr- und Studienangelegenheiten; Tel: 069-798-22476; E-Mail: h.barthold@vdv.uni-frankfurt.de

Peter Sahl, Geschäftsführer der 1822-Stiftung; Töngesgasse 40; 60255 Frankfurt; Tel: 069-2641-4266; E-Mail: Peter.Sahl@Fraspa1822.de

Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz; Institut für Pharmazeutische Chemie; Marie-Curie-Straße 9; 60439 Frankfurt; Tel.: 069 / 798 29339; Fax: 069 / 798 29352; E-Mail: Schubert-Zsilavecz@pharmchem.uni-frankfurt.de

Zur Person: Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz

ist seit 1997 Professor für Pharmazeutische Chemie am Fachbereich Chemische und Pharmazeutische Wissenschaften und seit 2001 Studiendekan des Fachbereichs. Er ist Mitbegründer von Phenion, einer Kooperation der Universität mit der Industrie und Coautor des Buches 'Lifestyle-Arzneimittel - was ist Mache, was ist dran'.

Schubert-Zsilavecz erforscht Struktur-Wirkungs-Beziehungen antientzündlicher Wirkstoffe und entwickelt analytische Verfahren für die Bioanalytik mit dem Schwerpunkt Naturstoffe und Phytopharmaka.

Im Rahmen seiner bioanalytischen Forschung beschäftigt er sich intensiv mit den Arzneipflanzen Johanniskraut und der Ginsengwurzel. Bei Johanniskraut konnte seine Arbeitsgruppe erstmals nachweisen, welche Wirkstoffe das zentrale Nervensystem erreichen und dort die antidepressive Wirkung auslösen. Bei Ginseng konnte gezeigt werden, welche Substanzen aus der Wurzel in den Blutkreislauf des Menschen gelangen und damit für die Wirkungen verantwortlich sind

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