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Bremer Meereswissenschaftlerin in den Wissenschaftsrat berufen

22.04.2010 - (idw) Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie

Der Bundespräsident Horst Köhler hat jetzt die Bremer Meeresforscherin Prof. Dr. Antje Boetius für drei Jahre in den Wissenschaftsrat berufen. Dieses Gremium hat zur Aufgabe, die Bundes- und Landesregierungen in Angelegenheiten von Forschung und Lehre zu beraten. Zu den Themen gehören die Struktur- und Entwicklungsplanung der wissenschaftlichen Institutionen wie Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Aufnahme der Mitglieder der Wissenschaftlichen Kommission erfolgt auf gemeinsamen Vorschlag verschiedener Wissenschaftseinrichtungen, zu denen auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Max-Planck-Gesellschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Helmholtzgemeinschaft, die Fraunhofer Gemeinschaft und der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried-Wilhelm-Leibniz gehören.

Antje Boetius hat Biologie mit dem Schwerpunkt Biologische Ozeanographie in Hamburg, Bremen und San Diego (USA) studiert, ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Tiefseeforschung, mikrobielle Ökologie und Biogeochemie. Von 2001 bis 2008 war sie Professorin an der Jacobs Universität Bremen. Seit 2009 ist Antje Boetius Professorin für Geomikrobiologie im Fachbereich Geowissenschaften der Universität Bremen und leitet die 40-köpfige Helmholtz-Max-Planck Brückengruppe für Tiefseeökologie und -technologie, ein Kooperationsprojekt zwischen dem Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) und dem Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie (MPI). Vor kurzem wurde sie von der Max-Planck-Gesellschaft zum Auswärtigen Wissenschaftlichen Mitglied berufen. Antje Boetius und ihre Mitarbeiter beteiligen sich auch am DFG Forschungszentrum und Exzellenzcluster MARUM der Universität Bremen.

Die neue Aufgabe im Wissenschaftsrat bedeutet zwar noch mehr Arbeit und Verantwortung, aber Antje Boetius ist gespannt auf diese neue Herausforderung:
"Der Wissenschaftsrat beschäftigt sich mit übergreifenden Fragen des Wissenschaftssystems und nimmt Einfluss auf die institutionelle Forschungsentwicklung in Deutschland. Das ist eine wichtige und interessante Aufgabe, auf die ich mich freue." sagt Antje Boetius. Die mit dem höchsten deutschen Forschungspreis, dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnete Meeresforscherin Antje Boetius ist zur Zeit an Bord des Forschungsschiffs Maria S. Merian, wo sie mit ihrem Team von internationalen Forschern die Konsequenzen von Sauerstoffmangel auf Schelfrand-Gebiete im Schwarzen Meer untersucht (Weblog der Expedition auf www.mpi-bremen.de).
Weitere Informationen: http://www.mpi-bremen.de
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