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Integrationsprojekt "Fußball ohne Abseits" preisgekrönt

23.04.2010 - (idw) Universität Osnabrück

Die Initiative "Fußball ohne Abseits" von der Universität Osnabrück, dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres, Sport und Integration sowie dem Niedersächsischen Fußballverband (NFV) ist Preisträger des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs "365 Orte im Land der Ideen". Lisa Seefeldt von der Deutschen Bank in Osnabrück zeichnete gestern (22.4.) im Schinkelviertel das Mädchenfußball-Integrationsprojekt als "Ausgewählten Ort 2010" aus. Bereits im fünften Jahr führt die Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen" gemeinsam mit der Deutschen Bank unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler den Wettbewerb durch.

An mittlerweile 34 Schulen in Niedersachsen unterstützt das Projekt in migrationsgeprägten Stadtquartieren den Integrationsprozess junger Mädchen mit Zuwanderungsgeschichte. Dabei geht es um die Zusammenarbeit von Schule und Sportverein, die Förderung von Mädchenfußball in schulischen Arbeitsgemeinschaften und die Ausbildung zu Fußballassistentinnen. Bei lokalen Schulfußballturnieren und Mädchenfußball-Camps werden Mädchen mit Migrationshintergrund für Bewegung begeistert und über den Sport integriert.

Anlässlich der Preisverleihung betonte Seefeldt: "Mädchen mit Migrationshintergrund sind nur selten im Sportverein engagiert, obwohl gerade sie durch die stärkende Gruppe und persönliche Erfolge in ihrer Integration unterstützt würden. Mit seinem ganzheitlichen und intelligenten Ansatz leistet 'Fußball ohne Abseits' einen beispielhaften Beitrag für ein zukunftsorientiertes gesellschaftliches Miteinander."

Die niedersächsische Projektleiterin Julika Vosgerau vom Fachgebiet Sport der Universität Osnabrück freut sich über die Auszeichnung: "Wir sind sehr stolz, ein 'Ausgewählter Ort' im Land der Ideen zu sein. Insbesondere für das Osnabrücker Schinkelviertel, den Verein BW Schinkel und die Schulen Heiligenweg und Stüveschule, die hier tagtäglich vorbildliche Integrationsarbeit leisten, ist die Auszeichnung eine tolle Wertschätzung und Anerkennung."

Ulf Gebken (Universität Oldenburg), Initiator der Projektidee, ergänzt: "Die in Niedersachsen entstandene Idee erfährt inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus eine hohe Resonanz, so dass weitere Landesprojekte in Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hessen und dem Saarland ins Leben gerufen wurden. Auch Hamburg und Schleswig-Holstein werden bald folgen."

Im Rahmen der Preisverleihung traten die Mädchen der Heiligenwegschule und der Stüveschule bei einem Turnier gegeneinander an und überzeugten mit ihrer Begeisterung für den Sport die anwesenden Gäste, dass die Integration hier auf dem richtigen Weg ist. Neben den beiden Schinkelschulen beteiligen sich zudem die Osnabrücker Grundschulen Eversburg, Jellinghausschule, Franz-Hecker-Schule, Rosenplatzschule und Elisabeth-Siegel-Schule und bilden gemeinsam das kommunal geförderte Projekt "Kick it in Osna".

Aus mehr als 2.200 Bewerbungen wählte eine unabhängige Jury das Projekt aus. Die Osnabrücker Initiative "Fußball ohne Abseits" zählt damit zu den 365 Preisträgern, die mit ihren zukunftsfähigen Projekten Deutschland als das "Land der Ideen" repräsentieren.


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Weitere Informationen für die Redaktionen:
Julika Vosgerau, Universität Osnabrück,
Fachgebiet Sport/Sportwissenschaft,
Jahnstraße 75, 49069 Osnabrück,
E-Mail: julika.vosgerau@uni-osnabrueck.de
Weitere Informationen: http://www.fussball-ohne-abseits.de http://www.land-der-ideen.de
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