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Ein Lied als Textilmuster - Wo aus Ideen Produkte werden Ein Spaziergang durch die Hochschule Niederrhein am Tag der of

26.04.2010 - (idw) Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

Was kann ich studieren, welche Voraussetzungen brauche ich dafür, wie schreibe ich mich ein? Das waren am Samstag die am meisten gestellten Fragen, als die Hochschule Niederrhein ihre Tore für Schülerinnen und Schüler geöffnet hatte. Die brachten häufig ihre Eltern und einige Freunde mit, und so gab es den ganzen Tag über ein lebhaftes Kommen und Gehen. Die Hochschule gab in Laboratorien und mit Vorträgen Einblicke in die Praxis von Studium und angewandter Wissenschaft. Und wer genau hinsah, entdeckte dabei auch viele Ideen, die in neue Produkte und Dienstleistungen münden könnten.

So etwa der Epithesen-BH von Frederika Olliges, die bei ihrer Diplomarbeit für brustamputierte Frauen eine modische Wäsche-Kollektion entwickelt hat. Der Epithesen-BH soll helfen, zu einem natürlichen Körpergefühl zurückzufinden. Leider dominieren im Handel noch hauptsächlich die funktionalen Aspekte und sind wenig an einer jungen, modisch-orientierten Zielgruppe angepasst, erklärt die frischgebackene Textil-Ingenieurin, die von Professorin Karin Finsterbusch betreut wurde. Ein paar Schritte weiter liegen ein paar sonderbar aussehende Jeans, für die Alexandra Rodasik verantwortlich ist. In Kooperation mit der Mönchengladbacher texcon GmbH fand sie einen Weg, Farbe in Baumwolle und Seide einzudampfen und so eine neue Optik zu erzeugen. Für den Transferdruck, wie diese Technologie heißt, eröffnen sich damit neue Horizonte. Erhebliches Marktpotenzial muss auch einer Gruppe anderer Textilstudentinnen bescheinigt werden, die Töne in textile Muster umwandeln. Nenas 99 Luftballons ergeben auf diese Weise Stoffbahnen mit farbigen Streifen unterschiedlicher Breite. Sehr chic etwa für Vorhänge oder Bettbezüge. Aber die Assoziation muss stimmen, wenn es funktionieren soll, sagt Professorin Andrea Rieschel und verweist auf einen anderen, etwas langweilig wirkenden Stoff das Ergebnis von Stille Nacht, heilige Nacht....

Und was gab es in Krefeld zu sehen? Nicht weniger Spannendes als in Mönchengladbach! Swetlana Sibin etwa, Studentin des Wirtschaftsingenieurwesens, zeigt uns auf ihrem Bildschirm ein etwas unscharf wirkendes Foto eines Frauengesichts. Es wurde im Wege des Morphing aus 16 Einzelportraits gewonnen, um ein Durchschnittsgesicht zu erzeugen. Dieses wiederum soll später einmal in Form einer Gummimaske dem Kopf des humanoiden Roboters Rhoni übergestreift werden, damit er bei den pflegebedürftigen Menschen, denen er zur Hand gehen soll, größere Akzeptanz findet. Nebenan demonstriert ihr Kommilitone Eduard Paul die von ihm entwickelte regelungstechnische Prüfstandsanlage an zwei mit Wasser gefüllten großen Glaskolben. Ein Ultraschallsensor prüft dabei permanent den Soll- und Ist-Zustand, meldet Abweichungen und greift bei Bedarf in das System ein. Was hier im Kleinen funktioniert, erklärt der Student, funktioniert auch im Großen, zum Beispiel bei der Kühlwasserstandsregelung eines Kernkraftwerks.

Vor allem an Sonne sind dagegen die Menschen interessiert, die sich zum Bräunen ins Freie legen und dabei zum Schutz vor Sonnenbrand eine Hautschutzcreme auftragen. Wo hier die Unterschiede zwischen Bio- und Synthetik-Cremes liegen, welche Nebenwirkungen es gibt und welche zu empfehlen oder weniger zu empfehlen sind, haben Studierende der Chemie in einem Projekt der Anorganischen Chemie herausgefunden. Und da sich der Sommer am Tag der offenen Tür schon einmal nachdrücklich ankündigte, fand Professorin Andrea Wanninger bei der Präsentation auch viele Zuhörerinnen, die das Studieren schon hinter sich haben.

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