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Finale der Chemie-Olympiade abgeschlossen - Deutsche Auswahl steht fest

02.06.2010 - (idw) Leibniz-Gemeinschaft

Die nationale Endrunde der Chemie-Olympiade ist dieser Tage in Kiel zu Ende gegangen. Vier Schüler fest werden Deutschland bei der Internationalen Chemie-Olympiade in Tokyo Mitte Juli vertreten. In Kiel ist vor wenigen Tagen die nationale Endrunde der Chemie-Olympiade zu Ende gegangen. Nach neun Tagen Auswahlseminar, einschließlich theoretischer Vorträge, praktischer Laborarbeit und zwei fünfstündigen Wettbewerbsklausuren stehen die vier Schüler fest, die Deutschland bei der Internationalen Chemie-Olympiade in Tokyo Mitte Juli vertreten werden. Die deutschen Olympioniken sind: Manuel Eberl aus Bayern, Leonard Hasenclever aus Sachsen, Lukas Wagner aus Rheinland-Pfalz sowie der erst sechszehnjährige Florian Berger aus Nordrhein-Westfalen. Als Ersatz stehen Tommy Hofmann aus Rheinland-Pfalz und Konstantin Röder aus Thüringen bereit.

Nachdem es in den ersten drei Wettbewerbsrunden nur um die Theorie gegangen war, stand in der vierten Runde die Praxis im Vordergrund: Rund die Hälfte der Zeit verbrachten die Teilnehmer im Labor, wo sie zu Übungszwecken aus einem Katalog von 50 Experimenten frei gewählte Experimente selbstständig durchführen konnten. Durchhaltevermögen war dabei gefordert, wenn z.B. der selbst hergestellte Farbstoff ganz unverhofft den Arbeitsplatz samt Experimentator einfärbte. Doch auch solche kleineren Zwischenfälle konnten die Teilnehmer nicht davon abhalten, ihre Experimente erfolgreich abzuschließen. Höhepunkt des Seminars waren jedoch die beiden Auswahlklausuren, eine theoretische Klausur und eine Experimentalklausur im Labor - die Teilnehmer mussten ihre Kompetenz auf beiden Feldern unter Beweis stellen.

Vom 19. bis 28. Juli 2010 erwartet das deutsche Auswahlteam die Internationale Chemie-Olympiade in Tokyo, unter der Schirmherrschaft von Chemie-Nobelpreisträger Prof. Ryoji Noyori. Hier werden sie Deutschland gegenüber dem Rest der Welt vertreten: An der internationalen Olympiade nehmen insgesamt 73 Nationen teil. Interkultureller Austausch und Begegnung von Jugendlichen sind dabei ein wesentlicher Aspekt der Olympiade: So gibt es neben dem Wettbewerb selbst noch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zusammen mit den anderen Teilnehmern.

Parallel läuft bereits die 1. Auswahlrunde für die Internationale Chemie-Olympiade 2011 an. Diese wird im Sommer 2011 in Ankara (Türkei) ausgetragen. Die Aufgaben können unter www.icho.de abgerufen werden.

Die Internationale Chemie-Olympiade (IChO) wird seit dem Jahr 1967 jährlich in einem anderen Land ausgetragen; sie ist ein internationaler Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender Schulen bis zum 20. Lebensjahr unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Die deutsche IChO-Mannschaft wird in einem vierstufigen Auswahlverfahren nominiert. Dieses wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Kultusministerien der Länder getragen. Durchgeführt wird es vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) an der Universität Kiel mit Unterstützung des Fördervereins Chemie-Olympiade e.V. Die aktuellen Aufgaben der ersten Runde werden jedes Jahr im Frühjahr an allgemeinbildende Schulen verschickt und sind darüber hinaus auch im Internet verfügbar (z.B. unter www.icho.de und www.fcho.de).

Der Förderverein Chemie-Olympiade e.V. (FChO) wurde 1992 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, das deutsche Auswahlverfahren zur Internationalen Chemie-Olympiade zu unterstützen, Naturwissenschaften in der Schule zu fördern sowie Brücken zwischen Schule, Hochschule und Wirtschaft aufzubauen. Der FChO wird von Studenten und Doktoranden geleitet und zählt mittlerweile über 400 Mitglieder, vom Schüler bis zum Professor, vom Lehrer bis zum Industriechemiker.

Kontakt und Information
Sina Baier
Förderverein Chemie-Olympiade e.V.
stellvertretende Vorsitzende
Tel.: 06421-2040850
E-Mail: baier@fcho.de
www.fcho.de

Die Leibniz-Gemeinschaft
Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 86 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung sowie vier assoziierte Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesamtgesellschaftlich relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagen-, Groß- und anwendungsorientierter Forschung. Sie legen neben der Forschung großen Wert auf wissenschaftliche Dienstleistungen sowie Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie pflegen intensive Kooperationen mit Hochschulen, Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Das externe Begutachtungsverfahren der Leibniz-Gemeinschaft setzt Maßstäbe. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 16.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind ca. 7.100 Wissenschaftler, davon wiederum 2.800 Nachwuchswissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,3 Mrd. Euro, die Drittmittel betragen etwa 280 Mio. Euro pro Jahr.


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