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Einblicke in die Welt der Bücherkleider

18.08.2010 - (idw) Universität Erfurt

Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt lädt am Donnerstag, 26. August, zur Eröffnung ihrer Ausstellung historischer Bucheinbände unter dem Titel /...so über die massen sauber in rothen Leder eingebunden/. Bucheinbände aus der Forschungsbibliothek Gotha ein. Beginn ist um 18.15 Uhr im Spiegelsaal auf Schloss Friedenstein. Dr. Kathrin Paasch, Leiterin der Forschungsbibliothek, wird mit einem Vortrag in das Thema einführen. Auch die Presse ist hierzu herzlich eingeladen. Ein ausführliches Pressegespräch findet bereits am Vormittag um 10 Uhr ebenfalls im Spiegelsaal der Bibliothek statt. Seit jeher wird der Gestaltung von Bucheinbänden besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Eine Sammlung großer historischer Werke der Bucheinband-Kunst, darunter alte Handschriften, Drucke und Atlanten, präsentiert die Forschungsbibliothek Gotha nun in ihrer Ausstellung. Vom 27. August bis 16. September können die historischen, durch Buchbinder aufwendig gestalteten Bücherkleider aus dem Fundus der renommierten Gothaer Forschungsbibliothek besichtigt werden. Als ältestes Exponat unter der Vielfalt der zur Schau gestellten mitteleuropäischen Einbände gilt ein Augsburger Ausstellungsstück aus dem Jahr 1497. Der älteste der gezeigten orientalischen Einbände stammt aus dem Jahr 1221. Aber die Ausstellung ist nicht nur eine reine Bücherhüllen-Schau historisch seltener Stücke. Anhand von Einbänden wird die Geschichte von der Entstehung und dem Ausbau der im 17. Jahrhundert gegründeten Bibliothek bis hin zu ihren jüngsten Erwerbungen erzählt, erklärt Dr. Kathrin Paasch. Damit öffnet sich für den Besucher ein Einblick in die Umstände und Motive, unter denen verschiedene Büchereinbände entstanden sind und Einzug in die einstige Herzogliche Bibliothek Gotha hielten. Ein besonderes Augenmerk richtet die Werkschau auf Arbeiten der Buchbindereien aus dem sächsisch-thüringischen Raum des 16. Jahrhunderts. Außerdem hält die Ausstellung zahlreiche neue Erkenntnisse über Gothaer Buchbinder bereit, die auch für den Gothaer Hof arbeiteten. Dabei reicht der Blick auf die Zeit der Gründung des einstigen Herzogtums Sachsen-Gotha 1640 bis hin zu jenen kunstvollen Einbänden des 20. Jahrhunderts, die für den Stieler-Handatlas in der Buchbinderei des bekannten Justus-Perthes-Verlags entstanden sind.

Anlass für die Ausstellung ist eine Tagung des Arbeitskreises zur Erfassung, Erschließung und Erhaltung historischer Bucheinbände, der vom 16. bis 18. September in der Forschungsbibliothek zusammenkommt. Rund 100 Teilnehmer aus ganz Europa haben sich bislang angemeldet.

Besucher können die historischen Exponate jeweils dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besichtigen. Der Eintritt ist frei. Führungen finden immer mittwochs um 15 Uhr sowie nach vorheriger Anmeldung unter Tel.: 0361/7375530 oder per Mail unter bibliothek.gotha@uni-erfurt.de statt.

Nähere Informationen / Kontakt:
Dr. Kathrin Paasch
Tel.: 0361 /737-5531
Weitere Informationen: http://www.uni-erfurt.de/bibliothek
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