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Von Frankreich bis Südafrika

18.08.2010 - (idw) Zentrum für Zeithistorische Forschung

Neue Ausgabe der Zeitschrift "Zeithistorische Forschungen"

Welche Architektursprache und Symbolik wählte die UNESCO in den 1950er-Jahren für ihr neues Hauptgebäude in Paris? Wie kontrollierte die sowjetische Zensurpolitik in den 1930er-Jahren die visuelle Überlieferung? Wie stellt das Apartheid-Museum in Johannesburg die jüngste Geschichte Südafrikas dar? Sehr international ist das Spektrum der 13 zum Teil reich bebilderten Beiträge in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Zeithistorische Forschungen. Die Zeitschrift wird am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam herausgegeben. Das Cover der Ausgabe zeigt das 1958 eingeweihte UNESCO-Gebäude in Paris. Iris Schröder geht der konfliktreichen Vorgeschichte und den schließlich realisierten Ausdrucksformen der Architektur nach, die als gebaute Ordnung vielfältige Hierarchien innerhalb der Weltorganisation spiegelt. Klaus Waschik führt plastisch vor Augen, wie sich die stalinistische Sowjetunion ein neues ideologisches und visuelles Design gab und welcher enorme Aufwand erforderlich war, um unerwünschte Bilder aus der Öffentlichkeit und den Bibliotheken zu entfernen. Anja Laukötter analysiert am Beispiel des Films Krebs von 1930 frühe Kampagnen zur Gesundheitsaufklärung in Deutschland, bei denen das Hygiene-Museum in Dresden eine besondere Rolle spielte.

Ausgehend von Reinhart Kosellecks Arbeiten zur Historischen Semantik plädiert Christian Geulen für eine Geschichte der Grundbegriffe des 20. Jahrhunderts; dieses Programm für künftige Forschungen wird in weiteren Essays des Hefts diskutiert. Tobias Freimüller erinnert an die vor 50 Jahren erstmals unter diesem Titel erschienene Dokumentation Medizin ohne Menschlichkeit über den Nürnberger Ärzteprozess von 1946/47. Katharina Fink erläutert, wie die Geschichte der Apartheid in Südafrika zum Ausgangspunkt für eine transnationale, menschenrechtlich motivierte Erinnerung wird. Diese und weitere Beiträge sind nicht allein für die historische Forschung relevant, sondern wenden sich ebenso an die zeitgeschichtlich interessierte Öffentlichkeit.

Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History wird am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (http://www.zzf-pdm.de) herausgegeben von Konrad H. Jarausch, Christoph Kleßmann und Martin Sabrow in Verbindung mit Zeitgeschichte-online (http://www.zeitgeschichte-online.de). Die Zeitschrift erscheint gedruckt im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht (http://www.v-r.de) und zugleich im Open Access (http://www.zeithistorische-forschungen.de).

Bei redaktionellen Fragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Jan-Holger Kirsch
Zentrum für Zeithistorische Forschung
Redaktion Zeitgeschichte-online
Am Neuen Markt 1
D-14467 Potsdam
Tel.: ++49 (0)331/28991-18
E-Mail: kirsch@zeitgeschichte-online.de
Weitere Informationen: http://www.zeithistorische-forschungen.de/ Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Zeithistorische Forschungen" im Online-Archiv
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