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Neue Broschüre über fortgeschrittenen Prostatakrebs

19.08.2010 - (idw) Deutsche Krebshilfe e. V.

Patientenleitlinie informiert in allgemeinverständlicher Sprache Bonn (jti) Betroffene, die an Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium erkrankt sind, haben viele Fragen. Häufig ist es für sie jedoch schwer, die Fachsprache der Mediziner zu verstehen. Ausführliche Informationen in allgemeinverständlicher Form enthält die neue Broschüre/Leitlinie Prostatakrebs II Lokal fortgeschrittenes und metastasiertes Prostatakarzinom. Sie wurde von zahlreichen Experten und Betroffenen gemeinsam entwickelt und auf die Informationsbedürfnisse von Patienten abgestimmt. Sie ist bei der Deutschen Krebshilfe kostenlos unter der Telefonnummer 02 28/7 29 90-0 erhältlich und steht im Internet auf www.krebshilfe.de als Download zur Verfügung.

Welche Therapie ist für mich die richtige? Was bedeutet das eigentlich: me-tastasiertes Prostatakarzinom? Bin ich bei meinem Arzt auch wirklich gut aufgehoben? Diese und weitere Fragen stellt sich jeder Mann, bei dem Prostatakrebs in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wurde. Zahlreiche Informationen sowie Antworten auf viele dieser Fragen finden sich in der neu erschienen Patientenleitlinie Prostatakrebs II Lokal fortgeschrittenes und metastasiertes Prostatakarzinom.

Mit dem Ratgeber informieren die Deutsche Krebshilfe, die Deutsche Krebsgesellschaft und die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse. Darüber hinaus soll die Leitlinie den Patienten dabei unterstützen, seinen Ärzten die richtigen Fragen zu stellen und ihn dazu ermutigen, die Entscheidung für oder gegen eine Therapiemethode in Ruhe und nach ausführlicher Beratung zu treffen. Der Text der Patientenleitlinie beruht auf der so genannten Interdisziplinären Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms. Diese wissenschaftlich begründete Empfehlung zu Diagnostik, Therapie und Nachsorge wurde in der Patientenleitlinie in eine allgemeinverständliche Sprache für Betroffene übersetzt. Dies ist eine der Zielsetzungen des Leitlinienprogramms Onkologie, das von den zuvor genannten Organisationen gemeinsam initiiert wurde.

Die Broschüre wurde von Patientenvertretern und Ärzten aus dem Kreis der Leitlinienautoren unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) gemeinsam erstellt. Betreuung und Redaktion erfolgten durch das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ). Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V., war bei der Entstehung der Broschüre eng in den Redaktionsprozess eingebunden.

Wir wollen die Männer dazu ermutigen, als gut informierte Patienten Partner ihres Arztes zu werden und ihre Behandlung aktiv mitzugestalten, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Die Patientenleitlinien sollen die betroffenen Männer darüber informieren, was mit Ihnen geschieht und welche Alternativen ihnen bei der Wahl der Therapie zur Verfügung stehen, ergänzt Professor Dr. Michael Bamberg von der Deutschen Krebsgesellschaft. Die Zusammenarbeit mit Vertretern der Selbsthilfeverbände war wesentlich. Nur so konnten patientenrelevante Fragestellungen angemessen berücksichtigt werden, schließt Professor Dr. Ina Kopp von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).

Außer der neuen Broschüre sind auch bereits Patientenleitlinien zum lokal begrenzten Prostatakarzinom, zur Früherkennung von Brustkrebs und zur Behandlung der Ersterkrankung von Brustkrebs bei der Deutschen Krebshilfe erhältlich. Die Patientenleitlinien sind auch auf der Homepage des Leitlinienprogramms Onkologie abrufbar unter:
www.leitlinienprogramm-onkologie.de/OL/patientenleitlinien.html.

Hintergrund-Informationen: Prostatakrebs

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Jedes Jahr erkranken über 64.000 Männer neu daran. Rund 12.100 Betroffene sterben jährlich an einem bösartigen Tumor der Vorsteherdrüse. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 69 Jahren. Die Behandlung richtet sich nach der Ausbreitung des Tumors und nach dem Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung, aber auch nach dem Alter, dem Gesundheitszustand und anderen persönlichen Faktoren. Die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten sind Operation, Bestrahlung und Hormonentzugstherapie. Im metastasierten Stadium ist eine Heilung nicht mehr möglich. Durch gezielte Hormonbehandlung kann der Tumor jedoch über lange Zeit in Wachstum und Ausbreitung gehemmt werden. Die Verfahren können auch miteinander kombiniert werden.


Bonn,19. August 2010

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