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Deutschland und China: Gewerkschaften im Dialog

13.09.2010 - (idw) Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Wissenschaftliche Tagung zu Koalitionsfreiheit, Arbeitsrecht und Mitbestimmung Gewerkschaften & China: Koalitionsfreiheit, Arbeitsrecht, Mitbestimmung Ein Dialog, so lautet der Titel einer wissenschaftlichen Tagung, die am Sonnabend, 27. November 2010, 9.00 Uhr, an der Universität Oldenburg (Campus Haarentor, Gebäude A5 Raum 0-054) stattfindet. Veranstalter ist die Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaft der Universität Oldenburg in Kooperation mit dem Institut für Arbeit ICOLAIR Hamburg, dem Hamburger Institut für Sozialforschung und dem Jean Monnet Centre for Europeanisation and Transnational Regulations Oldenburg. Der Dialog zwischen chinesischen und deutschen Gewerkschaften fand in den letzten Jahren kaum statt, wird aber vor dem Hintergrund der Globalisierung immer mehr an Bedeutung gewinnen, erklärt der Hamburger Arbeitsrechtler Dr. Rolf Geffken, Lehrbeauftragter für chinesisches Recht an der Universität Oldenburg und Leiter der Tagung. Die Tagung soll zur Intensivierung des Dialogs beitragen und die Zusammenarbeit zwischen chinesischen und deutschen Gewerkschaften sowie Betriebsräten vorantreiben.
Seit nunmehr 30 Jahren engagieren sich Unternehmen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern in China. China hat sich zum größten Konsumgüterproduzenten für den westeuropäischen Markt entwickelt. Die Arbeitsrechte wurden dort in den letzten Jahren ausgebaut, trotzdem nehmen spontane Arbeitskonflikte zu. Prozesse, die für die Entwicklung chinesischer Gewerkschaften und für die Beziehungen zwischen chinesischen und europäischen Arbeitnehmerverbänden bedeutsam sind.
Auf der Tagung wird die aktuelle Situation in China vor dem Hintergrund seiner ökonomischen und politischen Entwicklung analysiert. Themen sind Wirtschaft und Gesellschaft im heutigen China, Das neue Chinesische Arbeitsrecht und die Gewerkschaften, Kollektivverträge, Streiks und betriebliche Konflikte in China und Der Gewerkschaftsdialog Deutschland-China. Dabei werden auch deutsche und europäische Erfahrungen zur Koalitionsfreiheit, dem Arbeitsrecht und der Mitbestimmung berücksichtigt und in den Dialog mit chinesischen ExpertInnen einfließen. Referenten sind unter anderem Prof. Dr. Michael Trautwein, Hochschullehrer für Internationale Wirtschaftbeziehung an der Universität Oldenburg, Prof. Chang Kai, Hochschullehrer für Industrial Relations an der Renmin Universität Beijing, Prof. Tongqing Feng, Hochschule des Dachverbandes der chinesischen Gewerkschaften und Ulrich Dalibor von der Abteilung Handel des Bundesvorstands der Gewerkschaft ver.di. Interessierte können sich bis zum 31. Oktober 2010 unter Mail: institut@ICOLAIR.de anmelden. Die Tagungsgebühr beträgt 20 Euro.
Weitere Informationen: http://www.icolair.de
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