Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 25. Januar 2020 

RAVE-Forscher beraten erste Zwischenergebnisse

13.09.2010 - (idw) Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

Nachdem die Windenergieanlagen des ersten deutschen Offshore-Windparks "alpha ventus" im April diesen Jahres in Betrieb genommen wurden, liegen die ersten Betriebs-erfahrungen und Messdaten vor. Am 13. September 2010 kommen die Vertreter der einzelnen Forschungsprojekte rund um alpha ventus zu einem "Intermediate Workshop" in Oldenburg für einen internen Erfahrungsaustausch zusammen. Der Windpark stellt nicht nur einen Meilenstein für die Nutzung der Windenergie auf dem Meer dar, sondern ist gleichzeitig auch Gegenstand intensiver Forschungsaktivitä-ten. Die Forschungsinitiative RAVE (Research at alpha ventus) des Bundesumweltministe-riums begleitet den Bau und Betrieb des Testfeldes und hat zum Ziel, die Nutzung der Offshore-Windenergie zu optimieren. Schließlich soll der Strom vom Meer in Zukunft einen wesentlichen Anteil an der deutschern Stromproduktion übernehmen. Die Offsho-re-Windenergie ist als ein Standbein der zukünftigen Energieversorgung unverzicht-bar, davon ist Prof. Jürgen Schmid, Leiter des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES in Kassel, überzeugt.
Die RAVE-Forschungsinitiative besteht aktuell aus 25 Einzelprojekten mit einem Ge-samtbudget von 36 Mio. Euro, die sich in 15 wissenschaftliche Verbund-Forschungs¬projekte und zwei übergeordnete Projekte mit Querschnittsaufgaben aufteilen. Das Gesamtkonsortium umfasst ca. 50 Institute und Firmen, unterstreicht Dr. Joachim Kut-scher vom Projektträger Jülich die Bedeutung der Initiative, die er im Auftrag des Bun-desumweltministeriums betreut. Die Offshore-Windenergie erfordert eine breit ange-legte Zusammenarbeit zu einer Vielzahl von Forschungsthemen. Schwerpunkte sind die Senkung der Kosten, Ertragssteigerungen und Erhöhung der Verfügbarkeit von Wind-energieanlagen, Technologien zur Integration der Offshore-Windenergie ins Stromnetz sowie die ökologische Begleitforschung, erläutert Projekteiter Dr. Bernhard Lange vom Fraunhofer IWES, das die RAVE-Forschungsinitiative im Auftrag des BMU koordiniert.
Die Ansätze zur Nutzung der Windenergie auf hoher See sind viel versprechend und aussichtsreich. Dennoch müssen wir die Erkenntnisse aus der praktischen Umsetzung in die Forschung und Entwicklung zurückkoppeln, denn Technik muss weiterentwickelt wer-den. Nur wenn wir unsere Kreativität gemeinsam in einen ständigen Verbesserungspro-zess dieser vergleichsweise noch jungen Technologie einbringen, lassen sich die hochge-steckten Ziele an Erträgen, Zuverlässigkeit und Kosten für Strom vom Meer erreichen, so Prof. Schmid, der als Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltverände-rungen auch die Bundesregierung berät.
Das Offshore Testfeld alpha ventus bietet dazu weltweit einmalige Möglichkeiten. Über 1200 Messungen werden den Forschen ein genaues Bild der Anlagen unter allen Be-dingungen liefern. Alle Messdaten werden in einem zentralen Forschungsarchiv bereit-gestellt. Kein Wunder, dass der Andrang der Wissenschaftler groß ist. Damit ist ein bisher in Deutschland und auch weltweit einmaliges nationales Netzwerk der Wind-energieforschung entstanden, das sich international u. a. mit der Europäischen Techno-logieplattform Windenergie, der Europäischen Windenergie Akademie (EAWE) und IEA-Aktivitäten vernetzt hat.
Anhang
Ausführliche PI
uniprotokolle > Nachrichten > RAVE-Forscher beraten erste Zwischenergebnisse
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/203768/">RAVE-Forscher beraten erste Zwischenergebnisse </a>