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Wissenschaftlicher Austausch der Krebsforscher: Erfolgreicher UCT Science Day

14.09.2010 - (idw) Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.

Das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) veranstaltete zum zweiten Mal einen Forschungstag für alle in der Krebsforschung aktiven Ärzte, Grundlagenwissenschaftler, Postdocs, Doktoranden und Studenten der Goethe-Universität. Bereits im Vorfeld des diesjährigen Forschungstages am 8. September zeigte sich mit 150 eingereichten Abstracts großes Interesse. Das Themenspektrum reichte von grundlagenwissenschaftlichen Fragestellungen über angewandte Forschungsprojekte an Tumorproben bis hin zu klinischen Studien. Zahlreiche Arbeitsgruppen präsentierten ihre Ergebnisse zur Entstehung und Regulation von Tumorzellen, zu moderner Bildgebung und innovativen Behandlungswegen. Besonders erfreulich war die aktive Teilnahme zahlreicher junger Wissenschaftler, die ihre Ergebnisse in Form von Vorträgen und Postern vorstellten.

Über 350 Teilnehmer kamen zur Veranstaltung, die vom Dekan des Fachbereichs Medizin der Universität, Prof. Josef Pfeilschifter eröffnet wurde. Es ist für mich eine große Freude festzustellen, dass sich gerade junge Leute für die Erforschung der Krebserkrankung engagieren. Der UCT Science Day ist ein wichtiger Beitrag zur Krebsforschung in Frankfurt, sagte Prof. Pfeilschifter vor den versammelten Wissenschaftlern. Auch das kürzlich bewilligte LOEWE-Zentrum für Zell- und Gentherapieforschung habe neue Kooperationswege aufgezeigt, erklärte er weiter. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert diesen Forschungsverbund der Goethe-Universität mit über 16 Millionen Euro. Der Frankfurter Biochemiker Prof. Ivan Dikic, Träger des Deutschen Krebspreises 2010, eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag über seine wegweisenden Arbeiten zu einem lange übersehenen Mechanismus der Krebsentstehung.

Ganztägig wurden auf dem Wissenschaftstag in kurzen Vorträgen und zwei Postersessions neueste Ergebnisse ausgetauscht und lebhaft diskutiert. Der Wissenschaftliche Direktor des UCT, Prof. Hubert Serve, freute sich sehr über den Verlauf der Veranstaltung: Ich habe viele exzellente Forschungsansätze von jungen, engagierten Wissenschaftlern und Ärzten gesehen. Wir müssen den internationalen Vergleich wirklich nicht scheuen."

Gewinner des UCT-Best Abstract Forschungspreises war Alexander Scholz aus dem Institut für Neuropathologie, das von Prof. Karl H. Plate geleitet wird. Er gewann ein persönliches Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Sein Vortrag befasste sich mit dem Protein Angiopoietin-2, das die Infiltration von Blutzellen in den Tumor beeinflusst. Alexander Scholz zeigte sich stolz auf die Auszeichnung seines Projektes: Ich freue mich riesig über die Anerkennung unserer Arbeit."

Dr. Christian Brandts, der Organisator des Forschungstages, plant wegen des großen Erfolgs schon jetzt den 3. UCT Science Day für den 9. September 2011: Die Veranstaltung fördert die Zusammenarbeit von Spezialisten auf vielen Gebieten der Krebsforschung, vom Labor und der Apotheke bis zum Krankenbett. Wir wollen in Frankfurt mit vereinten Kräften das viele neue Wissen nutzen, um Krebs besser diagnostizieren und behandeln zu können. Das geht nur, wenn sich Ärzte und Wissenschaftler regelmäßig austauschen."

Das UCT wurde im April 2008 gegründet und im Jahr 2009 von der Deutschen Krebshilfe als eines von wenigen deutschen Zentren als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet. Eines der zentralen Ziele des UCT ist die Förderung interdisziplinärer Krebsforschung an der Goethe-Universität. Frankfurt ist damit auf dem besten Weg, ein international führendes Comprehensive Cancer Center nach amerikanischem Vorbild zu etablieren.

Frankfurt am Main, 14. September 2010



Für weitere Informationen:

Sandra Ohm
Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen (UCT)
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon: (069) 63 01 87 335
Fax: (069) 63 01 61 01
E-Mail: sandra.ohm@kgu.de
Internet: www.uct-frankfurt.de

Ricarda Wessinghage
Recht/Öffentlichkeitsarbeit/Presse
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon: (0 69) 63 01 77 64
Fax: (0 69) 63 01 8 32 22
E-Mail: ricarda.wessinghage@kgu.de
Internet: www.kgu.de

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